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Samstag, 1. Juni 2013

Klimamodelle widerlegt

Die folgende Grafik zeigt, dass auch die neueste Generation von Klimamodellen (CMIP5 - Coupled Model Intercomparison Project Phase 5) des World Climate Research Programme (WCRP)des IPCC in ihrer Projektion der Temperaturen in der mittleren Troposphäre der Tropen sich immer mehr von den durch Satelliten und Messballons erhobenen Daten entfernt (Quelle: John Christy, Professor of atmospheric science und Direktor des Earth System Science Center an der University of Alabama in Huntsville):



Wenn in der Wissenschaft Modellprojektionen und Realität so weit auseinander klaffen, wie im obigen Fall, wird das Modell verworfen. Da das in der offiziellen Klimaforschung nicht geschieht, kann das nur bedeuten, das dort keine Wissenschaft, sondern politische Propaganda betrieben wird. Die Klimapolitik wird weitergeführt, auch wenn es für sie keine wissenschaftliche Grundlage gibt.

Samstag, 21. Juli 2012

Abkühlungstrend über zwei Jahrtausende

Einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist es gelungen, eine sehr genaue 2.000-jährige Klimarekonstruktion für Nordeuropa anhand von Baumjahrringen zu erstellen, siehe: Jan Esper et al., Orbital forcing of tree-ring data Nature Climate Change, 8. Juli 2012, doi:10.1038/NCLIMATE1589.

Die Paläoklimatologen unter der Leitung von Jan Esper vom Geographischen Institut der JGU erarbeiteten aus den Jahrringdichtemessungen fossiler Kiefernbäume aus dem finnischen Lappland eine Zeitreihe, die bis in das Jahr 138 vor unserer Zeitrechnung zurückreicht. Die Messungen der Holzdichte dieser Bäume korrelieren sehr gut mit den modernen Temperaturmessungen in diesem Raum nahe der nordischen Waldgrenze. Mit ihrem innovativen Ansatz ist es den Forschern gelungen, eine Temperaturrekonstruktion von bisher unerreichter Qualität zu erstellen. Diese Rekonstruktion zeigt in hoher Auflösung die Wärmeperiode zur Römerzeit und die Mittelalterliche Warmzeit, aber auch die Kältephasen zur Zeit der Völkerwanderung oder der kleinen Eiszeit.

"Wir haben festgestellt, dass die historischen Temperaturen zur Römerzeit und im Mittelalter bis dato als zu kühl eingeschätzt wurden", so Esper. "Diese Befunde sind auch insofern von klimapolitischer Bedeutung, da sie die Beurteilung des aktuellen Klimawandels im Vergleich zu den historischen Warmphasen beeinflussen." (Quelle: Klima in Nordeuropa während der letzten 2.000 Jahre rekonstruiert: Abkühlungstrend erstmalig präzise berechnet) Das bedeutendste Ergebnis der Studie ist die Entdeckung eines langfristigen Abkühlungstrends, der sich kontinuierlich über die letzten 2.000 Jahre erstreckte, siehe dazu die folgende Grafik (Bildquelle):


Die Forscher erklären diesen Abkühlungstrend durch die langsame Veränderungen des Sonnenstands beziehungsweise der Distanz der Erde zur Sonne, wodurch eine Abkühlung von -0,3°C pro Jahrtausend verursacht wurde. "Eigentlich erscheint diese Zahl nicht sonderlich imposant", so Esper. "Allerdings ist sie im Vergleich zur globalen Erwärmung, die bis heute auch weniger als 1°C beträgt, nicht zu vernachlässigen. Wir konnten nun zeigen, dass die großräumigen Klimarekonstruktionen, die auch vom internationalen Klimarat IPCC verwendet werden, den langfristigen Abkühlungstrend über die letzten Jahrtausende unterschätzen."

Mittwoch, 11. April 2012

Kein CO2-Signal in Temperaturdaten

Die globale Erwärmung im letzten Jahrhundert ist nicht menschengemacht, sondern beruht auf natürlichen Fluktuationen, wie zyklisch auftretenden Zirkulationsschwankungen von Meeresströmungen oder den mannigfaltigen Solarzyklen. Das hat eine statistische Auswertung der monatlichen Temperaturdaten von 2249 weltweit verteilten Messstationen über den Zeitraum von 1906-2005 ergeben, siehe: Lüdecke, Horst-Joachim; Link, Rainer und Ewert, Friedrich-Karl, 2011. How natural is the recent centennial warming? An analysis of 2249 surface temperature records. International Journal of Modern Physics C 22: 10.1142/S0129183111016798.

Die Autoren stellen fest: "...the probabilities that the observed temperature series are natural have values roughly between 40% and 90%, depending on the stations characteristics and the periods considered. 'Natural' means that we do not have within a defined confidence interval a definitely positive anthropogenic contribution and, therefore, only a marginal anthropogenic contribution can not be excluded."

Während des hundertjährigen Beobachtungszeitraums zeigte ein Viertel der Stationen fallende Temperaturen, was in sich selbst "is an indication that the observed temperature series are predominantly natural fluctuations", so Lüdecke und seine Mitarbeiter. Die folgende Grafik gibt dafür Beispiele (Quelle: Seite 10, Fig. 4 der obigen Arbeit):



Erläuterung: "The linear regression lines of the records Tucumcari and Pocahonta are for the period 1906 - 2005, of the record Sussex for 1906 - 1955 and of the record Broome Airport for 1955 - 2005".

Die nächste Grafik zeigt die Trendumkehr im Temperaturverlauf des 20. Jahrhunderts, die Ausdruck der damaligen Abkühlung (blaue Linie) ist, die für einige Jahrzehnte die globale Erwärmung (rote Linien) unterbrach. Auch das ist ein Beweis dafür, dass das atmosphärische Kohlendioxid kein Klimatreiber ist, denn während jener Abkühlungsperiode stieg der CO2-Gehalt der Atmosphäre ständig an. Bildquelle: Seite 14, Fig. 8.



Erläuterung: "An own global record evaluated from 581 stations, each in areas with populations of under 1000 ..., with linear regression lines for the interim periods 1901-1934, 1934-1979, and 1979-2010 (black). The record was evaluated by basic averaging and normalizing local records; global record provided by GISS (green)."

Die statistische Analyse von Lüdecke u. a. bestätigt die auf Beobachtung beruhenden Ergebnisse folgender Autoren:

  • Idso, S.B. 1998. CO2-induced global warming: a skeptic's view of potential climate change. Climate Research 10: 69-82.

  • Lindzen, R.S. und Choi, Y.-S. 2009. On the determination of climate feedbacks from ERBE data. Geophysical Research Letters 36: 10.1029/2009GL039628.

  • Lindzen, R.S. und Choi, Y.-S. 2011. On the observational determination of climate sensitivity and its implications. Asia-Pacific Journal of Atmospheric Sciences 47: 377-390.

  • Scafetta, N. 2012. Testing an astronomically based decadal-scale empirical harmonic climate model versus the IPCC (2007) general circulation climate models. Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics: 10.1016/j.jastp.2011.12.005.

Freitag, 23. März 2012

Die Mittelalterliche Warmzeit in Chile

Die Mittelalterliche Warmzeit war nicht eine regional begrenzte, schwach ausgeprägte Temperaturanomalie der Nordhalbkugel, wie die Klimaschützer gerne behaupten, sondern sie ist weltweit als eine starke Klimaschwankung nachweisbar. Einen Beweis für ihre Existenz in der südlichen Hemisphäre liefern: von Gunten, L., Grosjean, M., Rein, B., Urrutia, R. and Appleby, P. 2009. A quantitative high-resolution summer temperature reconstruction based on sedimentary pigments from Laguna Aculeo, central Chile, back to AD 850. The Holocene 19: 873-881.

Diese Arbeit bildet Kapitel 7 der Dissertation, die Lucien von Gunten der Universität Bern vorgelegt hat. Dort findet sich auf Seite 90 in Figure 7-4 die folgende Grafik:



Die Autoren der obigen Studie stellen fest: "Our data provide quantitative evidence for the presence of a Medieval Climate Anomaly (in this case: warm summers between 1150 and 1350 AD; ΔT = +0.27 to +0.37°C wrt [with reference to] 20th century) and a very cool period synchronous to the 'Little Ice Age' starting with a sharp drop between AD 1350 and AD 1400 (-0.3 °C / 10 yr, decadal trend) followed by constantly cool (ΔT = -0.70 to -0.90°C wrt 20th century) summers until AD 1750. The structure of variability compares in great detail with annually-resolved tree-ring based warm-season temperature and river discharge reconstructions from northern Patagonia (42°S) for the past 400 years, with qualitative climate reconstructions from Andean glacier fluctuations, and with hydrological changes in Patagonian lake sediment records."

Die obige Arbeit beweist, dass die Mittelalterliche Warmzeit in Südamerika um +0,27 bis +0,37°C wärmer war und viel länger dauerte als die gegenwärtige Wärmeperiode. Wenn natürliche Klimafaktoren damals eine globale Erwärmung bewirken konnten, dann können sie das auch heute.

Dienstag, 28. Februar 2012

Keine Klimaanomalien in China

Die Klimageschichte Chinas der letzten zweitausend Jahre zeigt, dass die auch dort im 20. Jahrhundert eingetretene Erwärmung nichts Außergewöhnliches war. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren der folgenden Studie: QuanSheng Ge, XueZhen Zhang, ZhiXin Hao und JingYun Zheng. 2011. Rates of temperature change in China during the past 2000 years. Science China Earth Sciences 54: 1627-1634.

Die vier Forscher, die am Institute of Geographic Sciences and Natural Resources Research der chinesischen Akademie der Wissenschaften arbeiten, stellen die Frage: "Has rapid warming such as that in the 20th century occurred previously, especially during the past 2000 years?" Ihre Antwort ist ein eindeutiges "Ja, mehrmals".

Nach Auswertung von 24 bereits vorhandenen Proxy-Temperaturserien stellen sie fest: "the warming rates at centennial and decadal scales in the 20th century were not exceptional for the past 2000 years." Bei dem Vergleich von dreißigjährigen Perioden stellt sich heraus, dass die höchste Steigerungsrate des vergangenen Jahrhunderts kleiner war, "than rates for previous periods, such as the rapid warming from the Little Ice Age to the 20th century and from the 270s-290s to 300s-320s."

Bei der Betrachtung hundertjähriger Perioden sieht man, dass sich China im 20. Jahrhundert nur um 0,6°C (±1,6°C) erwärmt hat, während die Erwärmung vom Ende der Kleinen Eiszeit bis zum 20. Jahrhundert 1,1°C (±1,2°C) im Jahrhundert betrug. Überdies zeigt sich, dass "the peak rates of the 100-year scale warming in the AD 180s-350s in northeastern China as well as those in the 260s-410s and 500s-660s in Tibet were all greater than those from the mid-19th to 20th century."

Da diese heftigen Klimaschwankungen in vorindustrieller Zeit stattfanden, ist auch für China die Behauptung der "Klimaschützer" widerlegt, dass die Erwärmung im letzten Jahrhundert einmalig oder außergewöhnlich gewesen wäre.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Auf Grönland nichts Neues

Die Klimaschützer behaupten, dass der im 20. Jahrhundert erfolgte globale Temperaturanstieg so außergewöhnlich sei, dass er nur durch menschliche Aktivitäten erklärbar ist. Diese Behauptung ist durch eine Vielzahl von empirischen Studien widerlegt worden. Die neueste von ihnen ist: Kobashi, T., Kawamura, K., Severinghaus, J.P., Barnola, J.-M., Nakaegawa, T., Vinther, B.M., Johnsen, S.J. and Box, J.E. 2011. High variability of Greenland surface temperature over the past 4000 years estimated from trapped air in an ice core. Geophysical Research Letters 38: 10.1029/2011GL049444.

Die folgenden drei Grafiken, die Figure 1 der obigen Arbeit entsprechen, zeigen, wie man durch die Auswahl des Beobachtungszeitraums einen falschen Eindruck erwecken kann. In diesem Fall gilt: je kürzer die zeitliche Perspektive, desto größer und einmaliger erscheint die jüngste globale Erwärmung.





In den obigen Grafiken zeigen die blauen Linien die Rekonstruktionsergebnisse der Autoren, die Argon- und Stickstoff-Isotopen nutzten. Das blaue Band zeigt den möglichen Messfehlerbereich. Die schwarzen Linien geben die Messungen einer anderen Forschergruppe wieder, die auf einer Gasmethode beruhen. Die roten Linien entsprechen konventionellen Temperaturmessungen vor Ort. Die grüne Linie ist ein hundertjähriger gleitender Durchschnitt.

Wenn man den Temperaturverlauf der vergangenen vier Jahrtausende betrachtet, sieht man, dass deutliche Klimaschwankungen die Regel waren. Die Autoren stellen fest, dass in den dreitausend Jahren vor dem letzten Jahrtausend insgesamt 72 Jahrzehnte wärmer waren als das letzte Jahrzehnt. Darunter befanden sich zwei Perioden, in denen es über mehrere Jahrhunderte um 1° C wärmer war als in der letzten Dekade.

Zu den letzten eintausend Jahren bemerken Kobashi und seine Mitarbeiter: "The current decadal average surface temperature at the summit [of the Greenland ice sheet] is as warm as in the 1930s-1940s, and there was another similarly warm period in the 1140s (Medieval Warm Period)", was besagt: "the present decade is not outside the envelope of variability of the last 1000 years."

Damit ist erwiesen, dass die im 20. Jahrhundert stattgefundene Erwärmung nicht unüblich oder unnatürlich war, sondern dass es für sie mehrere Dutzend Präzedenzfälle in den vergangenen Jahrtausenden gibt. Die gegenwärtige Klimaänderung ist Ausdruck einer natürlich Veränderlichkeit des Klimas, die es so schon immer gegeben hat.

Montag, 21. November 2011

Klimazyklus weltweit wirksam

Das IPCC behauptet in seinem letzten Sachstandbericht (Fourth Assessment Report [AR4], Chapter 6: Palaeoclimate, S. 469): "The evidence currently available indicates that NH [northern hemisphere] mean temperatures during medieval times (950-1100) were indeed warm in a 2-kyr [2000 year] context and even warmer in relation to the less sparse but still limited evidence of widespread average cool conditions in the 17th century (…). However, the evidence is not sufficient to support a conclusion that hemispheric mean temperatures were as warm, or the extent of warm regions as expansive, as those in the 20th century as a whole, during any period in medieval times."

Dieser Versuch, die Mittelalterliche Warmzeit (MWZ) klein zureden, oder ganz zu leugnen, indem man sie auf die nördliche Halbkugel beschränkt und ihren Wärmegehalt untertreibt, ist durch viele Forscher, die lieber messen als in die Glaskugeln von realitätsfremden Klimamodellen zu sehen, widerlegt worden. Nun liegen zusätzliche neue Forschungsergebnisse vor, die beweisen, dass die MWZ und die danach folgende Kleine Eiszeit (KEZ) sogar in der Antarktis deutlich feststellbar sind, siehe: Bertler, N.A.N., Mayewski, P.A. and Carter, L. 2011. Cold conditions in Antarctica during the Little Ice Age -- Implications for abrupt climate change mechanisms. Earth and Planetary Science Letters 308: 41-51.

Bertler und seine Kollegen ermittelten die Temperaturentwicklung der letzten tausend Jahre durch die Untersuchung eines Eisbohrkerns aus dem Victoria Lower Glacier im nördlichsten der McMurdo Dry Valleys in der Ross Sea Region der Antarktis, wobei sie Deuterium (δD), ein natürliches Isotop des Wasserstoffs, für die Temperaturrekonstruktion nutzten. Die Autoren konnten in ihren Daten drei unterschiedliche Klimaperioden identifizieren: die letzten 150 Jahre der MWZ (1140 bis 1287), die KEZ (1288 bis 1807), und die Moderne Ära (MÄ) (1808 bis 2000). In der KEZ lagen am Untersuchungsort die Sommertemperaturen um 2° C tiefer als in der MÄ, während in der MWZ die Temperatur in den McMurdo Dry Valleys um 0,35° C höher war als heute. Die folgende Grafik fasst die Forschungsergebnisse zusammen (Bildquelle):



Die Autoren stellen fest, dass während der MWZ "the McMurdo Dry Valleys experienced warm summers, with increased snow accumulation and higher sea surface temperatures in the Ross Sea/Southern Ocean, perhaps accompanied by less sea-ice." Dadurch unterscheidet sich diese Klimaperiode auch in der Antarktis deutlich vom vorhergehenden und dem danach folgenden Klimageschehen.

Diese Warm- und Kaltzeiten sind in der gesamten Südhalbkugel nachweisbar. Für die Drake Passage haben das Domack und Mayewski durch eine Untersuchung des Palmer Deep marine core (PD92 30MS) bewiesen, siehe: Domack, E.W. and Mayewski, P.A. 1999. Bi-polar ocean linkages: evidence from late-Holocene Antarctic marine and Greenland ice-core records. The Holocene 9: 247-251.

Bertler et al. verweisen darauf, dass "New Zealand, which has direct climatic and oceanic links with Antarctica, also displays a cooling that began around AD [Anno Domini, according to christian calendar) 1250-1350 and peaked ~AD 1500 to 1650 before recovering at the end of the 19th century (Lorrey et al., 2008)," Siehe dazu: Lorrey, A., Williams, P., Salinger, J., Martin, T., Palmer, J., Fowler, A., Zhao, J. and Neil, H. 2008. Speleothem stable isotope records interpreted within a multi-proxy framework and implications for New Zealand palaeoclimate reconstruction. Quaternary International 187: 52-75.

Zwei weitere Studien belegen, dass im südlichsten Teil Südamerikas ebenfalls die KEZ nachweisbar ist, siehe dazu: Koch, J. and Kilian, R. 2005. 'Little Ice Age' glacier fluctuations, Gran Campo Nevado, southernmost Chile. The Holocene 15: 20-28 und Lamy, F., Hebbein, D., Rohl, U. and Wefer, G. 2001. Holocene rainfall variability in southern Chile: a marine record of latitudinal shifts of the Southern Westerlies. Earth and Planetary Science Letters 185: 369-382.

Alle diese Forschungsergebnisse beweisen, dass die warm-kalt-warm Oszillation von MWZ-KEZ-MÄ wirklich ein globales Phänomen ist und nicht etwa auf einige Orte der nördlichen Halbkugel beschränkt war, wie es die Klimahysteriker behaupten.

Freitag, 4. November 2011

Die unbequeme Klima-Wahrheit

Nachdem in den Temperaturmessreihen, auf die sich das IPCC stützt (GISS und HadCrut), schwere Fehler nachgewiesen wurden, schufen staatliche Stellen ein mit üppigen Forschungsgeldern ausgestattetes neues Projekt, um die Klimapolitik auf eine weniger angreifbare Grundlage zu stellen. Es ist dies die Berkeley Earth Surface Temperature (BEST) Studie, die für sich in Anspruch nimmt: "Our aim is to resolve current criticism of the former temperature analyses, and to prepare an open record that will allow rapid response to further criticism or suggestions. Our results will include not only our best estimate for the global temperature change, but estimates of the uncertainties in the record." Das soll u. a. erreicht werden, indem man die Datenbasis erheblich verbreitert, was sicher sehr zu begrüßen ist. Dazu heißt es bei BEST: "The Berkeley Earth Surface Temperature study is using over 39,000 unique stations, which is more than five times the 7,280 stations found in the Global Historical Climatology Network Monthly data set (GHCN-M)."

So weit, so gut. Nun hat Richard Muller, der Leiter der BEST-Studie, eine Pressemitteilung herausgegeben, die seine Geldgeber erfreuen dürfte. Darin wirbt er kräftig für die offizielle Klimalehre. Der Text beginnt mit einer banalen Feststellung, die niemand bezweifelt: "Global warming is real." Dann folgt eine Rechtfertigung der bisherigen Messpraxis. Die Massenmedien wussten diese Botschaft zu nutzen. In vielen Medien wurde behauptet, dass nun in den Klimawissenschaften alles geklärt sei und keine Zweifel an der staatlichen Klimapolitik mehr möglich seien. Einen Überblick über das Medienecho gibt der Artikel: Sceptical Berkeley Scientists Say, “Human Component Of Global Warming May Be Somewhat Overstated”.

Bei einer genaueren Analyse der BEST-Daten, die auf der Website des Projekts frei zugänglich sind, stellt sich heraus, dass sie die staatliche Klimalehre nicht unterstützen. Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie man mit der Auswahl von Daten aus einem Datenbestand Politik machen kann (Bildquelle: Scientist who said climate change sceptics had been proved wrong accused of hiding truth by colleague):



Die unbequeme Wahrheit ist, dass im letzten Jahrzehnt die Temperaturen nicht gestiegen sind, obwohl der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre in diesem Zeitraum ständig größer wurde. Allein dadurch ist die herrschende Lehre widerlegt, die aber noch viele weitere Mängel hat. Ein weiteres interessantes Ergebnis der BEST-Studie ist, dass ein Drittel ihrer landgestützten 39.000 Wetterstationen während des 60jährigen Beobachtungszeitraums nicht nur keine Erwärmung, sondern eine reale Abkühlung festgestellt hat. Es wird nach der noch zu erfolgenden Veröffentlichung der BEST-Ergebnisse zu prüfen sein, mit welchen statistischen Kunstgriffen die Autoren ihre Temperaturkurven aus den sehr unterschiedlichen Rohdaten interpoliert haben.

Bemerkenswert ist auch, dass die BEST-Autoren eine starke Korrelation zwischen der Atlantischen Multidekaden-Oszillation (AMO) und der globalen in Bodennähe gemessenen Temperatur feststellen. Sie geben zu, dass der Einfluss der ozeanischen Temperaturzyklen auf das Klima unterschätzt bzw. gar nicht beachtet wurde und dass diese natürlichen Klimazyklen den größten Teil der globalen Erwärmung erklären können, wobei sie die Möglichkeit erwähnen, dass in den staatlichen Klimamodellen "[the] human component of global warming may be somewhat overstated."

Judith Curry, die Direktorin des Department of Earth and Atmospheric Sciences am Georgia Institute of Technology, arbeitet am BEST-Projekt mit, wurde aber von Richard Muller nicht vorab über seine politisierende Pressemitteilung informiert. Sie sagte in einem Interview mit The Mail on Sunday über das Ausbleiben einer Temperaturerhöhung seit dem Ende der 1990er Jahre: "This is nowhere near what the climate models were predicting. Whatever it is that’s going on here, it doesn’t look like it’s being dominated by CO2." Zu der Behauptung ihres Kollegen Muller, dass mit BEST die Skeptiker widerlegt wären, sagte sie: "Of course this isn’t the end of scepticism. To say that is the biggest mistake he [Richard Muller] has made."

Dienstag, 4. Oktober 2011

Fehlerhafte staatliche Temperaturmessungen

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) der USA verwaltet seit 1987 ein Netzwerk von Wetterbeobachtungsstationen, die unter dem Namen U.S. Historical Climatology Network (USHCN) bekannt sind. Deren Daten gehen in die offiziellen Klimamodelle ein, mit denen die staatliche Klimapolitik begründet wird.

Der Meteorologe Anthony Watts und sein Team von Freiwilligen haben bis heute 1007 der 1221 Stationen des USHCN überprüft und dabei schwere Verstöße gegen die international anerkannten Richtlinien für derartige Messeinrichtungen festgestellt. Die folgende Grafik zeigt das Ausmaß der dadurch verursachten Fehler in der Temperaturmessung (Bildquelle):



Die entdeckten Messfehler bewirken in ihrer großen Mehrheit, dass die gemessenen Temperaturen höher sind als die tatsächlichen, weil z. B. die Messanlagen auf Asphaltflächen, neben Gebäuden und sogar in der Nähe der Abluft von Klimaanlagen installiert sind. Es stellt sich die Frage, was die staatlichen Klimamodelle wert sind, die auf derart fehlerhaften Temperaturdaten aufbauen. Außerdem stellt sich die Frage, warum eine Behörde, der Milliarden zur Verfügung stehen, über Jahrzehnte so gravierende Fehler macht und nicht bereit ist, diese nach entsprechenden Hinweisen zu korrigieren.

Diese Fragen stellte sich auch Senator James Inhofe (R-Okla.), der Vorsitzende der republikanischen Minderheit im Senate Committee on Environment and Public Works. Senator Inhofe beantragte eine Überprüfung des USHCN durch das Government Accountability Office (GAO), das nunmehr seine Ergebnisse vorgelegt hat, siehe Climate Monitoring: NOAA Can Improve Management of the U.S. Historical Climatology Network.

Das GAO hat eine wesentlich kleinere Stichprobe untersucht als die Freiwilligengruppe von Anthony Watts, aber sogar diese Behörde, die dem deutschen Bundesrechnungshof entspricht, kommt zu einer kritischen Einschätzung des Klimanetzwerks der USA. Die GAO-Prüfer führen in ihrem Bericht aus: "NOAA does not centrally track whether USHCN stations adhere to siting standards … nor does it have an agency-wide policy regarding stations that don’t meet standards." Dort steht auch: "Many of the USHCN stations have incomplete temperature records; very few have complete records. 24 of the 1,218 stations (about 2 percent) have complete data from the time they were established."

Nach dem Urteil des GAO verletzen 42% der Stationen des USHCN die Standards der World Meteorological Organization (WMO). Die zwei am häufigsten missachteten Standards sind nach Aussage des GAO: "distance to obstructions [such as buildings and trees] and distance to extensive concrete or paved surfaces."

Senator Inhofe schreibt in seiner Stellungnahme zum GAO-Bericht: "The GAO has confirmed what many have long suspected: A substantial number of USHCN stations fail to meet many of NOAA’s own siting standards. Additionally, NOAA has no established policy to track adherence to standards system-wide. I will continue monitoring NOAA’s consideration of GAO’s recommendations."

Es ist schwer vorstellbar, dass diese systematischen Fehler, die alle in eine politisch gewünschte Richtung tendieren, allein oder auch nur überwiegend auf Inkompetenz zurückzuführen sind. Liefern die Empfänger staatlicher Forschungsgelder die Ergebnisse, welche ihre Geldgeber wünschen?

Dienstag, 1. März 2011

Freispruch für Kohlendioxid

Die Klimapolitik beruht auf der Annahme, dass das atmosphärische Kohlendioxid die globale Temperatur bestimmt. Überprüfen wir diese Behauptung anhand der offiziellen Messdaten. Die folgenden Grafiken (Quelle: Climate4you Update January 2011) setzen die vom Mauna Loa Observatory der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) gemessene Konzentration von CO2 in der Atmosphäre in Beziehung zu der von Bodenstationen gemessenen globalen Lufttemperatur, wie sie in den drei vom IPCC anerkannten Datenbanken aufgezeichnet wurde. Die Messungen am Mauna Loa erfolgen seit März 1958, deshalb beginnen in den Grafiken alle Datenserien zu diesem Zeitpunkt.

Vergleich mit den Temperaturdaten des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA:




Vergleich mit den Temperaturdaten des Hadley Centre for Climate Prediction and Research und der Climatic Research Unit (CRU) der University of East Anglia:



Vergleich mit den Temperaturdaten des National Climatic Data Center (NCDC):



Alle Grafiken zeigen das gleiche Bild. Die graue gestrichelte Linie in ihnen gibt den linearen Temperaturtrend an, der ganz anders verläuft, als er es nach der staatlichen Klimalehre müsste. Anstatt ständig zu steigen, wie der CO2-Gehalt der Atmosphäre, sinken die Temperaturen bis ca. 1977, wie der hellblaue Balken "Negative" auf der unteren Achse anzeigt. Dann folgt eine Phase positiver Korrelation, die aber ab etwa 2003 von einer gegenläufigen Beziehung des Temperaturverlaufs zur Kohlendioxid-Anreicherung abgelöst wird.

Tatsächlich gibt es noch weniger Übereinstimmung zwischen den beiden Messreihen, als es die Grafiken ausweisen, die erst 1958 beginnen, da die globale Temperatur bereits ab 1940 sank, wie sogar der von der CRU unterhaltene Global Temperature Record zeigt, während die Kohlendioxid-Konzentration in diesem Zeitraum wahrscheinlich aber stieg. Auch von 1880 bis 1910 wurde es weltweit kühler, obwohl es keine Hinweise gibt, dass in dieser Zeit das atmosphärische CO2 abgenommen hätte.

Der in den Grafiken dargestellte Zeitraum von 53 Jahren reicht völlig aus, um die Frage beurteilen zu können, ob es eine Übereinstimmung zwischen Kohlendioxid und Temperatur gibt. Wir dürfen nicht vergessen, dass den Vertretern der herrschenden Lehre zehn Jahre reichten, um in dieser Frage zu einem Urteil zu kommen, denn erst ab 1978 gab es eine positive Korrelation zwischen den beiden Faktoren und schon im Jahre 1988 wurde das IPCC gegründet, um eine Klimapolitik zu rechtfertigen, die bereits in ihren Zielen (Emissionsminderung) und Methoden (Karbonbesteuerung) feststand.

Man muss kein professioneller Statistiker sein, um zu erkennen, dass sogar in den offiziellen Messdaten kein Zusammenhang zwischen Kohlendioxid und Welttemperatur nachzuweisen ist. Das stört aber weder die politische Klasse, noch ihre Unterstützer in den Massenmedien, bei der Fortsetzung ihrer zerstörerischen Klimapolitik.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Regelwidrige Standortwahl bei Temperaturmessstationen

Zusätzlich zu der Verschlechterung des Klimabeobachtungssystem durch die einseitige Verminderung der Anzahl der Messstationen, die wir hier beschrieben haben, sind auch schwerwiegende Verletzungen der Regeln festzustellen, die bei ihrer Aufstellung zu beachten sind. Diese Regelverstösse bewirken, dass die offiziellen Temperaturdaten systematisch zu hohe Werte zeigen. Nach vorsichtigen Schätzungen ist mindestens die Hälfte des im letzten Jahrhundert berichteten Temperaturanstiegs auf diese politisch hoch willkommenen Messfehler zurückzuführen.

Die World Meteorological Organization (WMO), eine Sonderorganisation der United Nations, hat für die Aufstellung von Temperaturmessgeräten Kriterien aufgestellt, die vorsehen, dass diese Einrichtungen in Behältern zu installieren sind, die sich 1,5 Meter über dem Boden befinden, der flach und von einer kleinwüchsigen Vegetation von höchstens 10 cm Höhe bedeckt sein soll. Die WMO schreibt auch vor, dass die Temperatursensoren mindestens 100 Meter von hohen Bäumen, künstlichen Wärmequellen und wärmereflektierenden Oberflächen, wie Gebäuden oder Asphaltflächen, entfernt sein sollen.

Die meisten Messstationen erfüllen diese Anforderungen nicht. Roger Pielke und seine Mitarbeiter haben dies ausführlich dokumentiert, siehe z. B. ihren viel zitierten Artikel Unresolved issues with the assessment of multidecadal global land surface temperature trends.

Anthony Watts hat mit mehr als 650 Freiwilligen in seinem Projekt Surface Stations bis Oktober 2009 repräsentative 1067 der insgesamt 1221 Stationen des US Historical Climate Network (USHCN) untersucht und dabei festgestellt, dass nur 3% von ihnen alle Kriterien der WMO erfüllten. Er fand Stationen neben Klimaanlagen, asphaltierten Parkplätzen und Gebäuden sowie auf heißen Dächern. Andere Stationen liegen direkt neben Mülldeponien und 68 Messeinrichtungen befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Kläranlagen. Das folgende Bild zeigt an einem Beispiel, welche Verfälschung der Messwerte durch diese Standortwahl bewirkt wird.



Die folgenden drei Bilder zeigen typische Verstöße gegen die Standortregeln der WMO:







Die Mitarbeiter des Surface Stations Projektes haben die 87,4% des US Historical Climate Networks (USHCN), die von ihnen bis zum 25. Oktober 2009 geprüft wurden, nach den Kriterien des Climate Reference Network (CRN) des National Environmental Satellite, Data, and Information Service (NESDIS) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) bewertet und sind dabei zu folgenden Ergebnissen gekommen:



Die Ergebnisse der Bewertung offenbaren den katastrophalen Zustand des USHCN, von dem behauptet wird, das es eines der besten Klimabeobachtungssysteme der Welt wäre. 8% der Stationen arbeiten mit Messfehlern von mehr als 5° Celsius, und zusätzliche 61% der Stationen haben eine Fehlerrate von mindestens 2° Celsius. Wie ist der schlimme Zustand dieses Netzwerkes, das ein Lieferant von Temperaturmesswerten für das IPCC ist, zu erklären? An Geldmangel kann es nicht liegen, denn die US-Regierung gibt jährlich mehr als 2 Milliarden Dollar für die Klimaforschung aus. Es ist auch nicht möglich, dass technische Inkompetenz der zuständigen Behörden die Ursache sein könnte, denn der Aufbau einer regelgerechten Temperaturmessstation ist technisch trivial. Es bleibt nur noch eine Erklärungsmöglichkeit übrig: politische Absicht, die zur dieser systematischen und koordinierten Vernachlässigung der Messstationen führte.

Die offiziellen Klimawissenschaftler behaupten, dass sie die Messfehler in den Rohdaten durch verschiedene Anpassungsverfahren korrigieren würden. Kritische Klimawissenschaftler haben jedoch festgestellt, dass die angewandten Anpassungsverfahren die Messfehler nicht beseitigen, sondern sie sogar in Richtung einer zusätzlichen Erwärmung verstärken. Nicht erst seit Climategate wissen wir, wie die politischen Aktivisten unter den Klimawissenschaftlern arbeiten: Verfahren werden geheimgehalten, Rohdaten vernichtet und Kritiker mundtot gemacht. Unter diesen Umständen ist zu erwarten, dass die Daten so lange "angepasst" werden, bis sie das politisch gewünschte Ergebnis anzeigen.

Mittwoch, 28. April 2010

Manipulative Verminderung der Anzahl von Temperaturmessstationen

Weltweite Temperaturdaten werden von 5 Organisationen publiziert. Zwei von ihnen, nämlich Remote Sensing Systems (RSS) und die Universität von Alabama in Huntsville (UAH) beschäftigen sich mit der Messung der Temperaturen in der unteren Troposphäre durch Satelliten. Diese Daten, die seit 1979 erhoben werden, haben sich als sehr zuverlässig erwiesen.

Das gilt nicht für die Temperaturdaten der anderen drei Organisationen, die weltweit ihre Messwerte durch Thermometer an der Erdoberfläche erheben. Es sind dies das National Climatic Data Center (NCDC) der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), das Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA (National Aeronautics and Space Administration) und die Climatic Research Unit (CRU) der Universität von East Anglia in Zusammenarbeit mit dem Hadley Centre for Climate Change des britischen Met Office.

Der Zusammensteller der meisten terrestrischen Temperaturdaten ist das NCDC der NOAA, das die Quelle für das Global Historical Climate Network (GHCN) und das US Historical Climate Network (USHCN) ist. GISS und Hadley/CRU übernehmen diese Daten, wie sie selbst zugeben. Alle grundlegenden Fehler und Mängel des originären Datenmaterials finden sich daher in allen davon abgeleiteten Temperaturdaten wieder.

Um 1990 begann NOAA mehr als drei Viertel der bisherigen Messstationen bei der Erfassung von Temperaturdaten nicht mehr zu berücksichtigen. Es kann gezeigt werden, dass diese Behörde systematisch und und zweckvoll jene Stationen aus ihrer Datenbank entfernte, die in höheren Breitengraden, oder in höheren Standorten, oder in ländlichen Gebieten lagen. Das sind jene Stationen, die üblicherweise tiefere Temperaturen anzeigen. Dieser Säuberungsprozess erfolgte für jedes Land, aus dem NOAA Temperaturmessdaten bezieht.

Übrig blieben die Thermometer in Städten, bei Flughäfen, in niedrigen Lagen und Breitengraden. Auf diese Weise wurde in die Temperaturzeitreihen ein falscher Erwärmungstrend eingeführt. Bezeichnenderweise behielt NOAA aber die Messwerte der gesäuberten Stationen bei der Berechnung der Basiswerte bei und verstärkte hiermit noch den unechten Erwärmungstrend.

Von dem radikalen Kahlschlag bei der Erfassung der Oberflächentemperaturen sind alle Regionen der Welt betroffen. Im Zeitraum von den 1960er Jahren bis zu den 1980er Jahren gab es weltweit mehr als 6.000 Messstationen. Heute sind es weniger als 1.500. An fehlenden Mittel kann diese Ausdünnung des Messnetzes nicht liegen, denn gerade seit dem Ende der 1980er Jahre wurden die Mittel für Klimaforschung stark erhöht, siehe unseren Artikel Geld regiert die Klima-Welt.

Es gibt aber einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Entscheidung der politischen Klasse, die angebliche anthropogene globale Erwärmung ganz oben auf ihre Agenda zu setzen und der drastischen Verschlechtung des Messnetzes. Im Jahre 1988 wurde das IPCC der UNO gegründet und bereits ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag zur CO2-Minderung angestrebt. Damals begann man willige Klimawissenschaftler mit Geld zu überschütten und gleichzeitig verfügte man eine einseitige Verminderung der Anzahl der Messstationen. Was für ein seltsamer Zufall.

Die folgende Grafik zeigt, wie die Verminderung der Messstationen einhergeht mit einer sprunghaften Erhöhung der gemessenen Durchschnittstemperaturen.



Quelle der Grafiken: Joseph D'Aleo and Anthony Watts: Surface Temperature Records - Policy Driven Deception?, SPPI Original Paper, 7. April 2010.

Eine langfristige Betrachtung ermöglicht die folgende Grafik, die den Aufschwung und Verfall des Messnetzwerkes dokumentiert.



Die folgende Grafik zeigt, wie einseitig die Verminderung der Messstationen vorgenommen wurde:



Die Streichung von Messstationen erfolgte nicht zufällig, sondern verfolgte einen politischen Zweck. Die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti schrieb dazu im Jahre 2009, dass das Moskauer Institute of Economic Analysis (IEA) das britische Hadley Center for Climate Change beschuldigt, die russischen Daten zu verfälschen: "The IEA believes that Russian meteorological station data did not substantiate the anthropogenic global-warming theory. Analysts say Russian meteorological stations cover most of the country’s territory and that the Hadley Center had used data submitted by only 25% of such stations in its reports. The Russian station count dropped from 476 to 121 so over 40% of Russian territory was not included in global temperature calculations for some other reasons rather than the lack of meteorological stations and observations."

Es wird von den Klima-Treibhäuslern immer wieder behauptet, dass der Zusammenbruch des Kommunismus für den Rückgang der Messstationen verantwortlich sei. Diese Behauptung ist falsch, wie der obige Bericht von Ria Novosti zeigt.

Werfen wir noch einen Blick auf eine Region, um zu sehen, wie sich das gezielte Streichen von Stationen auf die berichteten Temperaturwerte auswirkt. Die folgende Grafik zeigt Skandinavien. Man sieht, dass die kälteste Periode mit der größten Dichte von Messstationen zusammenfällt, während die folgende Erwärmung mit der Verminderung der Stationen einhergeht.