Posts mit dem Label Wissenschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wissenschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 1. Juni 2013

Klimamodelle widerlegt

Die folgende Grafik zeigt, dass auch die neueste Generation von Klimamodellen (CMIP5 - Coupled Model Intercomparison Project Phase 5) des World Climate Research Programme (WCRP)des IPCC in ihrer Projektion der Temperaturen in der mittleren Troposphäre der Tropen sich immer mehr von den durch Satelliten und Messballons erhobenen Daten entfernt (Quelle: John Christy, Professor of atmospheric science und Direktor des Earth System Science Center an der University of Alabama in Huntsville):



Wenn in der Wissenschaft Modellprojektionen und Realität so weit auseinander klaffen, wie im obigen Fall, wird das Modell verworfen. Da das in der offiziellen Klimaforschung nicht geschieht, kann das nur bedeuten, das dort keine Wissenschaft, sondern politische Propaganda betrieben wird. Die Klimapolitik wird weitergeführt, auch wenn es für sie keine wissenschaftliche Grundlage gibt.

Samstag, 31. März 2012

Gedenkstunde für den schöpferischen Menschen

Die Grünen feiern heute die Earth Hour, indem sie alle Lichter abschalten und so zeigen, dass sie den Weg in die Finsternis beschreiten wollen. Gegen diese Feinde der Wissenschaft und modernen Zivilisation wurde die Human Achievement Hour eingeführt, in der zeitgleich zur ökologistischen Angststunde aller technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften gedacht wird, die der schöpferische Mensch im Laufe der Geschichte geschaffen hat. Das geschieht, indem man alle verfügbaren Lichter anmacht, um im Kampf des Lichtes gegen die Dunkelheit ein Zeichen zu setzen.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Deformierung der wissenschaftlichen Begutachtung

Die Mittelalterliche Wärmeperiode von 900 bis 1300, während der es weltweit deutlich wärmer war als heute, darf es in der staatlichen Klimaideologie nicht geben, denn nach ihr ist die gegenwärtige Warmzeit einmalig in den letzten Jahrtausenden. Jeder wissenschaftliche Nachweis größerer Klimaschwankungen in der Vergangenheit wird von den Rechtgläubigen brutal unterdrückt.

Ein Beispiel dafür ist ihre Reaktion auf die Studie Proxy climatic and environmental changes of the past 1000 years von Willie Soon und Sallie Baliunas, die 2003 in Climate Research veröffentlicht wurde. Die beiden Autoren überprüften 240 bis dahin publizierte Studien zur Klimageschichte auf Beweise für räumlich und zeitlich bedeutende Temperaturanomalien. Sie kamen zu dem Ergebnis: "Across the world, many records reveal that the 20th century is probably not the warmest nor a uniquely extreme climatic period of the last millennium."

Wir wissen heute aus den Climategate-eMails, wie die führenden Wissenschaftler des IPCC auf die Veröffentlichung dieser vom Dogma abweichenden Erkenntnis reagierten, siehe dazu: Climategate 2 and Corruption of Peer Review und Climategate 2 and Corruption of Peer Review – Part II. Aus den eMails geht hervor, dass die Angehörigen des IPCC-Kernteams eine Verschwörung bildeten, um Chris de Freitas, den für die Veröffentlichung der Arbeit von Soon/Baliunas verantwortlichen Schriftleiter von Climate Research, aus dem Herausgebergremium der Zeitschrift zu jagen, was auch gelungen ist. Außerdem versuchten die Verschwörer die University of Auckland dazu zu bringen, ihren Mitarbeiter Chris de Freitas zu entlassen. Eine Diskussion dieses Zensurversuchs erfolgt im Kommentarteil des folgenden Artikels: The tribalistic corruption of peer review – the Chris de Freitas incident.

Die politische Säuberung in der Redaktion von Climate Research war aus der Sicht der Säuberer ein voller Erfolg. Während vor dieser Aktion etliche kritische Arbeiten veröffentlicht wurden, finden sich danach in dieser und auch in den meisten anderen Fachzeitschriften keine Artikel mehr, die von der politisch vorgegebenen Generallinie abweichen. Der Rauswurf eines Herausgebers hat eine erzieherische Funktion für junge Wissenschaftler, die noch Karriere machen wollen.

Die untereinander und mit den staatlichen Geldgebern gut vernetzten IPCC-Insider haben ein leichtes Spiel. Sie bestimmen einerseits über die Beeinflussung des wissenschaftlichen Begutachtungsprozesses, was in den anerkannten Publikationsorganen erscheinen darf. Andererseits erklären sie alles, was außerhalb der von ihnen kontrollierten Medien erscheint, als nicht wissenschaftliche Spekulationen von Amateuren, die man nicht zur Kenntnis nehmen muss. Auf diese Weise wird alles ganz einfach. Wer die von den Machthabern kontrollierten Schleusen nicht passieren darf, ist kein Wissenschaftler und seine Aussagen zählen nicht. Deshalb ist es möglich, dass die Gralshüter der richtigen Lehre von einem Konsens in der Wissenschaft sprechen können, denn sie bestimmen, was als Wissenschaft zu gelten hat.

Die Politisierung der Klimawissenschaften hat dazu geführt, dass eine offene Diskussion der strittigen Fragen nur noch in staatsfernen Bereichen des Internets stattfinden kann, wie zum Beispiel in der mehrfach als bestes Wissenschaftsblog des Jahres ausgezeichneten Website Watts Up With That? des Meteorologen Anthony Watts.

Freitag, 28. Oktober 2011

Die Politisierung der Klimawissenschaften

Die politische Klasse der westlichen Industriestaaten möchte mit Hilfe ihrer Klimapolitik in Wirtschaft und Gesellschaft eine "Große Transformation" durchführen, die in eine ökosozialistische Diktatur führt. Die wissenschaftliche Rechtfertigung dieser Politik soll das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) liefern, das 1988 auf Betreiben der interessierten Regierungen als Organisation der UNO geschaffen wurde.

Einen Blick hinter die Kulissen des IPCC bietet das Buch The Delinquent Teenager Who Was Mistaken for the World's Top Climate Expert der kanadischen Journalistin Donna Laframboise. Die Autorin weist nach, dass bei dieser politischen Frontorganisation Anspruch und Wirklichkeit nicht übereinstimmen.

Das IPCC behauptet, dass nur die weltweit besten Wissenschaftler und Experten seine Sachstandsberichte erstellen. Rajendra Pachauri, der Vorsitzende des IPCC, sagte über seine Autoren: "These are people who have been chosen on the basis of their track record, on their record of publications, on the research that they have done … They are people who are at the top of their profession as far as research is concerned in a particular aspect of climate change … you can’t think of a better set of qualified people than what we have in the IPCC." Die Realität sieht etwas anders aus, wie die folgenden Beispiele beweisen:

  • Richard Klein, ein niederländischer Geograph, wurde im Alter von 25 Jahren IPCC lead author. Dazu muss man wissen, dass das IPCC bei seinen Mitarbeitern drei Hierarchiestufen kennt: coordinating lead authors, lead authors, contributing authors. Klein hatte mit 23 einen Masters-Abschluss gemacht. Das war im Jahre 1992. Außerdem war er zu dieser Zeit als Aktivist für Greenpeace tätig. Nach seinem Debüt 1994 als lead author fungierte er ab 1997 bei drei IPCC-Berichten als coordinating lead author. Das bedeutet, dass Klein im Alter von 28 Jahren auf den höchstmöglichen IPCC-Rang berufen wurde, 6 Jahre bevor Klein 2003 seinen Doktortitel erlangte.

  • Laurens Bouwer, ebenfalls ein niederländischer Geograph, war von 1999-2000 IPCC lead author bevor er 2001 sein Masters-Examen machte. Bouwer, der sich im Studium auf Klimawandel und Wasserressourcen spezialisiert hatte, war als lead author für ein Kapitel zuständig, das den Titel trug: Insurance and Other Financial Services. Wie hatte Bouwer es geschafft, noch vor seinem Master auch auf diesem Gebiet zu einem der weltbesten Experten zu werden? Die Antwort ist überzeugend: er war während einiger Monate des Jahres 2000 ein Trainee bei der Münchner Rückversicherung, die berüchtigt ist für ihren Lobbyismus in der Klimapolitik.

  • Lisa Alexander hatte 1998 gerade ihren Master in Computational Science gemacht, als sie zum contributing author für den Sachstandsbericht von 2001 ernannt wurde. Danach war sie lead author für den Sachstandsbericht von 2007, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Promotion zum PhD vorzuweisen hatte, die erst 2009 erfolgte.

  • Sari Kovats, die Inhaberin eines Masters Degree in Social Policy, wurde 1994 zum contributing author des Kapitels ernannt, in dem es um den Einfluss des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit geht. Aus der ganzen Welt wurden nur 21 Experten in dieses Amt berufen und Sari Kovats gehörte zu ihnen, obwohl sie ihren ersten Aufsatz in einer Fachzeitschrift erst 1997, also 3 Jahre später, veröffentlichte. Akademisch gesehen war Kovats 1994 für das IPCC unsichtbar und doch wurde sie ausgewählt. Für den 3. Sachstandsbericht von 2001 erhielt Frau Kovats die Beförderung zum lead author, um wiederum am Gesundheitskapitel mitzuschreiben. Immerhin begann sie in jenem Jahr ihr PhD-Studium, das sie erst 2010 unter unklaren Umständen abschließen konnte. Am 4. Sachstandsbericht von 2007 war sie wieder als lead author am Gesundheitskapitel beteiligt, darüber hinaus aber auch noch als contributing author am Kapitel 1 "Assessment of Observed Changes and Responses in Natural and Managed Systems", am Kapitel 6 "Coastal Systems and Low-lying Areas", und am Kapitel 12 "Europe". Es ist wirklich genial, in so vielen Bereichen eine Expertin von Weltrang zu sein und das noch drei Jahre vor Abschluss des Doktoratsstudiums.


Wenn für die Ernennung zum IPCC-Autor die wissenschaftliche Leistung keine Bedeutung hat, was zählt dann? Die Antwort ist aus der Berufungspraxis des IPCC ableitbar: es kommt auf die bedingungslose Befolgung der Parteilinie an. Das IPCC benötigt keine objektiven und neutralen Wissenschaftler, sondern Parteisoldaten. Ein Beispiel dafür ist Bill Hare, der seit 1992 ein Sprecher von Greenpeace ist und 2007 als ihr "chief climate negotiator" fungierte. In einem Blog von Greenpeace wird er als eine "Legende" in dieser Organisation bezeichnet. Das hinderte aber das IPCC nicht daran, diesen Interessenvertreter als lead author am Sachstandsbericht von 2007 zu beteiligen und ihn überdies als expert reviewer von zwei der drei Sektionen des Berichts einzusetzen. Darüber hinaus war Hare ein Mitlied des 40 Personen umfassenden inneren Zirkels, des sogenannten "core writing team", das den politisch bedeutsamen Synthesis Report erstellte.

Donna Laframboise nennt in ihrem Buch noch viele weitere Beispiele für die parteiische Personalpolitik des IPCC. Unter diesen Umständen können die Sachstandsberichte des IPCC nicht als eine objektive Darstellung des Standes der Klimawissenschaften gelten, sondern sie sind in ihrer Tendenz nicht mehr als Agitation und Propaganda. Es gibt sicher echte und ehrliche Wissenschaftler, die zu den Sachstandsberichten des IPCC beitragen, aber diese Personen haben keinen Einfluss auf die Redaktionsrichtlinien und die Erstellung der von der Öffentlichkeit wahrgenommenen Zusammenfassung der IPCC-Berichte im Executive Summary. Rajendra Pachauri und seine Helfer spielen heute in den Klimawissenschaften die gleiche Rolle, die in der Sowjetunion Trofim Lysenko in der Biologie und Genetik innehatte.

Eine weiter gehende Analyse des letzten IPCC-Sachstandsberichts (Fourth Assessment Report: Climate Change 2007 (AR4)) findet sich in: The scandal deepens – IPCC AR4 riddled with non peer reviewed WWF papers. Eine Auflistung von 94 falschen Tatsachenbehauptungen der Klimapolitiker mit Links auf ihre Widerlegung gibt: Climate Scandals: List Of 94 Climate-Gates von P. Gosselin.

Samstag, 6. Februar 2010

Konsens in der Wissenschaft

Die Vertreter der herrschenden Klimalehre versuchen jede Kritik an ihrer Theorie einer menschengemachten katastrophalen Erwärmung zu unterdrücken, indem sie behaupten, dass ihre Meinung auf einem Konsens der Wissenschaftler beruhe, den nur Narren oder gekaufte Meinungssöldner anzweifeln würden. Einige Beispiele für diese Taktik:

"The science is beyond dispute and the facts are clear." Barack Obama, Dezember 2008

"It is irresponsible, reckless and deeply amoral to question the seriousness of the situation. The time for diagnosis is over. The time to act is now." Gro Harlem Brundtland, ehemalige norwegische Ministerpräsidentin und Generaldirektorin der WHO, heute ein Special Envoy on Climate Change des UN-Generalsekretärs, Mai 2007

"All serious scientists agree that this time, it [climate change] is being caused by Man, and it poses unprecedented risks to both human life and even to human civilisation itself." Jose-Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission, Mai 2009

"It is another nail in the coffin of the climate change deniers and represents the most authoritative picture to date, showing that the debate over the science of climate change is well and truly over, as demonstrated by the publication of today's report by the IPCC." David Miliband, UK Umweltminister, über den 4. Assessment Report des IPCC, Februar 2007

Nun weiß jeder ensthafte Wissenschaftler, dass ein noch so breiter Konsens in der Wissenschaft niemals ein Wahrheitskriterium sein kann. Michael Crichton hat in einer Rede im California Institute of Technology am 17. Januar 2003 dazu festgestellt:

"I regard consensus science as an extremely pernicious development that ought to be stopped cold in its tracks. Historically, the claim of consensus has been the first refuge of scoundrels; it is a way to avoid debate by claiming that the matter is already settled. Whenever you hear the consensus of scientists agrees on something or other, reach for your wallet, because you're being had." Michael Crichton


Jede Berufung auf einen angeblichen Konsens in der Wissenschaft erfolgt in der Absicht, diese für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

"Let's be clear: the work of science has nothing whatever to do with consensus. Consensus is the business of politics. Science, on the contrary, requires only one investigator who happens to be right, which means that he or she has results that are verifiable by reference to the real world. In science consensus is irrelevant. What is relevant is reproducible results. The greatest scientists in history are great precisely because they broke with the consensus." Michael Crichton


Sehen wir uns einige Beispiele für Konsens in der Wissenschaft an. In früheren Jahrhunderten war eine der häufigsten Todesursachen von Frauen das Kindbettfieber. Jede sechste Frau starb an dieser Infektionskrankheit, die sich mit etwas Hygiene durchaus vermeiden läßt. Bereits 1795 wies Alexander Gordon aus Aberdeen darauf hin, dass dieses Fieber auf einer Infektion beruht und durch vorsorgende Maßnahmen verhindert werden kann. Der wissenschaftliche Konsens verneinte das und das Sterben ging weiter.

Im Jahre 1848 demonstrierte der österreichische Arzt Ignaz Philipp Semmelweis, dass durch einfache Hygienemaßnahmen das Kindbettfieber in Krankenhäusern unter seiner Leitung eliminiert werden konnte. Seine Studie von 1848 ist der erste praktische Fall von evidenzbasierter Medizin in Österreich. Trotzdem konnte er den wissenschaftlichen Konsens nicht ändern. Seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig, und viele Ärzte wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Nach vielen Behinderungen wurde Semmelweis zwar 1855 Professor für Geburtshilfe an der Universität in Budapest und er konnte 1861 seine Ergebnisse und Erfahrungen in dem 500 Seiten starken Lehrbuch 'Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers' veröffentlichen, aber nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. im Juli 1865 wurde Semmelweis ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in eine Wiener Irrenanstalt eingewiesen, wo er zwei Wochen nach seiner Einlieferung angeblich an einer kleinen Verletzung starb, die er sich bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal zugezogen haben soll. Es gibt Vermutungen, denen zufolge er auf dem Anstaltshof von Pflegern erschlagen wurde.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts änderte sich der Konsens über das Kindbettfieber und man war bereit, dessen wahre Ursachen anzuerkennen. Es hatte also in diesem Fall mehr als ein Jahrhundert gedauert, bis die Mehrheit der Wissenschaftler bereit war, die Beweise für eine ungeliebte Theorie anzuerkennen.

Es gibt keinen Mangel an weiteren Beispielen für einen fehlerhaften wissenschaftlichen Konsens. Als Alfred Wegener im Jahre 1912 seine Theorie der Kontinentalverschiebung erstmals der Öffentlichkeit vorstellte, erntete er von seinen Fachkollegen nur Unverständnis. Die 1915 erschienene erste Fassung seines Hauptwerks 'Die Entstehung der Kontinente und Ozeane' blieb kriegsbedingt unbeachtet. Erst als 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage des Buches veröffentlicht wurde, setzte eine Diskussion der Verschiebungstheorie von Wegener ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Fachwelt war sich in der Ablehnung von Wegeners Beweisführung einig. Im Jahre 1926 fand in New York ein Symposium der American Association of Petroleum Geologists zur Kontinentalverschiebungstheorie statt, bei dem fast alle Beteiligten Wegeners Thesen ablehnten. Auch eine 1929 herausgegebene vierte erweiterte Auflage seines Hauptwerkes konnte seine Fachkollegen nicht umstimmen.

Nach dem Tod Wegeners im Jahre 1930 geriet seine Theorie schnell in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der serbische Astronom Milutin Milanković, unterstützten Wegener von Anfang an. Vom Rest seiner Kollegen erfuhr Wegener aber eine vernichtende Kritik, in der seine Aussagen als "Gedankenspielerei, Phantasiegebilde", oder gar als "Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen" bezeichnet wurde.

Wegener nahm die teilweise sehr unsachliche Kritik an ihm mit erstaunlicher Gelassenheit hin. Über seine Kritiker sagte er:
"Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin ... Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten." Alfred Wegener


Erst zu Beginn der 1960er Jahre, als man die Ozeanbodenspreizung entdeckte, wurde die Theorie von Alfred Wegener anerkannt. Seit den 1970er Jahren ist die aus Wegeners Kontinentalverschiebungstheorie hervorgegangene Plattentektonik in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt. Es hat also in diesem Fall nahezu ein halbes Jahrhundert gebraucht, bis der Konsens der Wissenschaft geändert wurde, um der Realität zu entsprechen.

Die Liste der irrtümlichen wissenschaftlichen Übereinkünfte ist lang und so alt wie die Wissenschaft selbst. Die meisten großen wissenschaftlichen Fragen sind ungelöst, von der Bildung der Sternsysteme bis zum Ursprung des Monds. Es wäre sehr seltsam, wenn gerade die äußerst komplexe Frage nach den Bestimmungsgrößen des globalen Klimas vollständig beantwortet wäre. Wer so etwas behauptet, will eine kritische Diskussion seiner eigenen Position verhindern, die er im vollen Licht der empirischen Forschung für nicht verteidigungsfähig hält.

"There is no such thing as consensus science. If it's consensus, it isn't science. If it's science, it isn't consensus. Period." Michael Crichton

Donnerstag, 28. Januar 2010

Vorschlag zur Stiftung eines Lysenko Preises

Trofim Lysenko (1898-1976) beherrschte die biologischen Wissenschaften der Sowjetunion von den späten 1920er Jahren bis zu den frühen 1960er Jahren. Er konnte sein Unterdrückungsregime einführen und aufrecht erhalten, weil er die Unterstützung der kommunistischen Machthaber hatte, die Gefallen an seiner Theorie fanden, dass erworbene Eigenschaften vererbt werden könnten. Diese Auffassung steht zwar in Gegensatz zu den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Genetik seit Gregor Mendel, die durch Beobachtung, Messung und Experiment gewonnen wurden, aber Lysenko konnte es sich erlauben, auf die Verfahren der von ihm so bezeichneten "bourgeoisen Wissenschaft" zu verzichten, denn er hatte die politische Klasse auf seiner Seite.

Wissenschaftliche Abweichungen von Lysenkos Theorie der ökologisch erworbenen Vererbung wurden in der Sowjetunion offiziell unter Strafe gestellt. Wer auch nur im Verdacht stand, an der "proletarischen Wissenschaft" des Trofim Lysenko zu zweifeln, musste damit rechnen, seinen Arbeitsplatz zu verlieren oder ins Gefängnis geworfen zu werden. So starb zum Beispiel 1943 der prominente sowjetische Biologe Nikolai Wawilow im Gulag an Misshandlungen und Unterernährung.

Erst als sich über viele Jahre die von Lysenko versprochenen großartigen Ergebnisse in der Landwirtschaft nicht einstellten, wurde Kritik an dem Scharlatan zugelassen. Im Jahre 1964 sagte der berühmte Dissident Andrej Sacharow während einer Rede vor der Generalversammlung der sowjetischen Akademie der Wissenschaften über Lysenko: "Er ist verantwortlich für die beschämende Rückständigkeit der sowjetischen Biologie und insbesonders der Genetik, für die Verbreitung pseudowissenschaftlicher Ansichten, für Abenteurertum, für die Abwertung des Lernens, und für die Verleumdung, Entlassung, Einkerkerung und sogar den Tod vieler echter Wissenschaftler."

Die Klimawissenschaften in den westlichen Industriestaaten sind heute in der gleichen Situation wie die Biologie in der Sowjetunion während der Herrschaft von Stalin und Chruschtschow. Wieder wird mit staatlichen Machtmitteln eine Lehre als sakrosankt deklariert. Es handelt sich um die Behauptung, dass der Mensch durch die Emission von Treibhausgasen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe eine globale Erwärmung bewirke, die katastrophale Folgen habe. Wie damals hat auch diesmal die politische Klasse ein unmittelbares Interesse an der Durchsetzung dieser Irrlehre, die eine weltweite Ökodiktatur rechtfertigen soll.

Die Politiker haben unter den Wissenschaftlern willige Vollstrecker ihrer Propagandakampagne gefunden, die Daten manipulieren und eine kritische Diskussion der offiziellen Lehre zu unterdrücken versuchen. Die Nachfahren von Lysenko üben jeden möglichen Druck aus, um Forschungsgelder nur noch an die Anhänger der eigenen Lehre zu vergeben, um Positionen im wissenschaftlichen Bereich nur noch mit Rechtgläubigen zu besetzen, und um den peer-review-Prozess so zu missbrauchen, dass kritische Studien nicht mehr zur Veröffentlichung zugelassen werden.

Es gibt einige Klimawissenschaftler, die sich einen Lysenko Preis redlich verdient haben. Dazu gehören unter anderem:


  • James Hansen, Direktor des GISS der NASA, Klimaapokalyptiker der ersten Stunde, der es schafft, die von seinem Institut verwalteten Temperaturdatensätze so "anzupassen", dass sie kontinuierlich über den Werten von Satellitenmessungen liegen.

  • Michael Mann, Schöpfer der berüchtigten Hockey-Schläger-Kurve, in der die Mittelalterliche Warmzeit und die Kleine Eiszeit verschwanden und durch kreative Datenauswahl ein einzigartiger Temperaturanstieg im 20. Jahrhundert gezeigt wird.

  • Philip Jones, Direktor der Climate Research Unit an der Universität von East Anglia, Lead-Author des IPCC und einer der Haupttäter in der Climategate Verschwörung.



Wer hat den Lysenko Preis verdient?