Donnerstag, 11. November 2010

Die abnehmende Treibhauswirkung von Kohlendioxid

Viele Annahmen der Klimapolitik stehen in Widerspruch zur Wissenschaft. Wir wollen uns hier mit einem dieser Widersprüche befassen, der allein für sich schon ausreicht, um dem staatlichen "Klimaschutz" jede wissenschaftliche Rechtfertigung zu nehmen.

Die Erde ist von einer Gashülle, Atmosphäre genannt, umgeben. Sie besteht aus einem Gemisch unterschiedlicher Gase, von denen einige, wie Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan, Stickoxide und Ozon die Eigenschaft haben, Strahlungsenergie aufzunehmen und als Wärmeenergie abzugeben. Man bezeichnet letztere als Treibhausgase. Unter ihnen ist Wasserdampf der bei weitem größte Energiespeicher der Atmosphäre.

Die Treibhausgase bestimmen die Energiebilanz der Atmosphäre. Ohne sie würde die durchschnittliche Temperatur der Erdoberfläche -18 °C betragen, tatsächlich erfreuen wir uns aber, dank des Treibhauseffektes, einer Durchschnittstemperatur von +15 °C. Diese Erwärmung ist möglich, weil die Treibhausgase den Strahlungshaushalt der Erde beeinflussen, der durch die Energie der Sonne angetrieben wird. Von der kurzwelligen Sonnenstrahlung werden circa 30% durch Reflexion an Wolken, in der Atmosphäre und an der Erdoberfläche in den Weltraum zurückgestrahlt. Die verbleibenden 70% der Strahlungsenergie erwärmen sowohl die Atmosphäre als auch die Erdoberfläche, die im erwärmten Zustand langwellige Wärmestrahlung abgibt, die zu einem Teil in der Atmosphäre von den Treibhausgasen absorbiert wird, während die restliche langwellige Strahlung in den Weltraum abfließt.

Veränderungen in den Mengen der atmosphärischen Treibhausgase führen zu Änderungen im Strahlungshaushalt der Erde und damit zu Veränderungen des Klimas. Wasserdampf ist das wirkungsvollste Treibhausgas in der Atmosphäre, weil es in einem breiten Wellenlängenbereich von 1 bis 50 Mikrometer die langwellige Strahlung aufnehmen kann. Die anderen Treibhausgase, so auch das von der Klimapolitik bekämpfte Kohlendioxid, sind im Vergleich dazu von viel geringerer Bedeutung, da der Wasserdampf bereits einen großen Teil der vorhandenen Strahlungsenergie absorbiert.

In der grünen Propaganda wird unterstellt, dass zusätzliches Kohlendioxid in der Atmosphäre zu proportional steigenden Temperaturen führt, weil der Treibhauseffekt sich in einer direkt-linearen Beziehung zwischen Treibhausgas und Temperatur ausdrücke. Aber Treibhausgase verhalten sich nicht so. Das Hinzufügen einer gegebenen Menge an Treibhausgas bewirkt eine von Mal zu Mal immer kleiner werdende Temperaturerhöhung, die hierbei je Hinzufügung einer abnehmenden logarithmischen Funktion folgt. Die folgende Grafik verdeutlicht diesen Zusammenhang anhand des Atmosphärenmodells MODTRAN (Quelle: Willis Eschenbach auf Climate Audit):



Die nächste Grafik, die wir dem informativen Artikel The Logarithmic Effect of Carbon Dioxide von David Archibald entnommen haben, zeigt die Treibhauswirkung von jeweils 20 ppm zusätzlichem Kohlendioxid:



Man sieht, dass die ersten 20 ppm Kohlendioxid die größte Treibhauswirkung hatten und wie sehr diese zurückgeht, je mehr Treibhausgas hinzukommt. Eine Erhöhung der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration über die vorindustriellen 280 ppm hinaus hat kaum messbare Auswirkungen auf die Temperatur: ab 280 ppm bedeutet jede Vermehrung um 20 ppm einen Temperaturanstieg von etwa 0,03 °C.

Auf diesem logarithmischen Treibhauseffekt kann man keine Schreckensszenarien aufbauen. Um doch noch zu den von den Klimapolitikern gewünschtem Drohpotential zu kommen, geht das IPCC in seinen Klimamodellen davon aus, dass die von den zusätzlichen Treibhausgasen bewirkte Erwärmung eine positive Rückkopplung hervorruft, die sich wie folgt beschreiben lässt: mit zunehmender Temperatur des Oberflächenwassers der Ozeane steigt aufgrund der erhöhten Verdunstung die Wasserdampfmenge in der Atmosphäre. Dadurch erhöht sich die Menge dieses Treibhausgases und das führe zu einem zusätzlichen Temperaturanstieg, der mindestens zehnmal höher sei als der oben dargestellte logarithmische Treibhauseffekt. Da in der vorindustriellen Zeit eine derartige Rückkopplung nicht nachweisbar ist, behauptet das IPCC, dass dieses Phänomen erst ab einer atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration von 280 ppm auftrete. Mit anderen Worten: erst das böse anthropogene Kohlendioxid bewirkt plötzlich eine temperaturtreibende Verdampfung der Weltmeere.

Nun ist unbestritten, dass bei steigenden Temperaturen der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zunimmt, aber viele Beobachtungen beweisen, dass dieser zusätzliche Wasserdampf eher zu einer verstärkten Wolkenbildung beiträgt und dadurch eine kühlende Wirkung hat. William Happer, Professor für Physik an der Princeton University, stellt dazu fest: "With each passing year, experimental observations further undermine the claim of a large positive feedback from water. In fact, observations suggest that the feedback is close to zero and may even be negative. That is, water vapor and clouds may actually diminish the already small global warming expected from CO2, not amplify it." (William Happer, Erklärung vor dem U.S. Senate Environment and Public Works Committee, 25. Februar, 2009)

Die Erdgeschichte zeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre und der Lufttemperatur gab, siehe dazu die folgende Grafik, die wir dem Internet-Vademecum von Alfred Brandenberger verdanken:

Donnerstag, 4. November 2010

Klimapolitik und Kohlenstoffkreislauf

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) wurde 1988 von interessierten Regierungen gegründet, um der von ihnen gewünschten Klimapolitik eine wissenschaftliche Rechtfertigung zu geben. Entsprechend diesem Auftrag behauptet das IPCC in seinem letzten Bericht, dem Fourth Assessment Report (AR4) von 2007, Seite 514: "The additional burden of CO2 added to the atmosphere by human activities ... leads to the current 'perturbed' global carbon cycle ... These perturbations to the natural carbon cycle are the dominant driver of climate change because of their persistent effect on the atmosphere."

Wir wollen hier der Frage nachgehen, ob die anthropogenen "Störungen" des Kohlenstoffkreislaufs wirklich eine so "dauerhafte Wirkung auf die Atmosphäre" haben, dass sie zum "Hauptverursacher des Klimawandels" werden. Die folgende Grafik zeigt die wichtigsten Komponenten des Kohlenstoffkreislaufs:



Alle Zahlen in der obigen Grafik stammen aus dem AR4 des IPCC. Sie bezeichnen Milliarden Tonnen (Gigatonnen, Gt) von Kohlenstoff (vor allem Kohlendioxid, aber auch Methan und andere Kohlenwasserstoffe). Wir sehen in den Subsystemen deren Reservoir an Kohlenstoff, die Werte neben den Pfeilen geben die Kohlenstoffflüsse an. Es ist bemerkenswert, dass die Ozeane mit 38.000 Gt circa fünfzigmal mehr an Kohlenstoff enthalten als die Atmosphäre mit 750 Gt. Jedes Jahr absorbieren die Weltmeere 92 Gt Kohlenstoff und die Biosphäre nimmt weitere 123 Gt auf. Insgesamt entziehen die beiden großen Kohlenstoffsenken der Atmosphäre 215 Gt jährlich, das sind beachtliche 29% des atmosphärischen Kohlenstoffvorrats.

Im Vergleich dazu sind die menschlichen Emissionen von 6 Gt geringfügig, denn sie betragen nur 2,8% dessen, was jährlich durch Hydro- und Biosphäre aufgenommen wird. Das IPCC schafft hier künstlich ein Problem, indem es annimmt, dass seine Kohlenstoffkreislaufzahlen bis auf die Gt genau sind. Das ist aber nicht der Fall und kann es auch gar nicht sein. Die wissenschaftlichen Kenntnisse über diesen Kreislauf sind viel zu lückenhaft, um mehr als grobe Schätzungen zu liefern. Es ist deshalb unvermeidlich, dass die von verschiedenen Forschergruppen angegebenen Kohlenstoffflussmengen sich erheblich von einander unterscheiden. So geben z. B. Ulrich Berner und Hansjörg Streif in ihrem von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe mit herausgegebenen Buch Klimafakten, Der Rückblick - Ein Schlüssel für die Zukunft, 4. Auflage, 2004, Seite 90, für die Ozeane jeweils 80 Gt Kohlenstoff an, die sie aus der Atmosphäre aufnehmen bzw. an diese abgeben.

Wir können nicht sagen wer recht hat. Das kann niemand, denn die Forschung auf diesem Gebiet steht erst ganz am Anfang. Es ist eine lächerliche Anmaßung des IPCC, die eigenen Zahlen als sakrosankt anzusehen. Die anthropogenen 6 Gt sind im Vergleich zu den anderen Kohlenstoffflüssen so klein, dass sie sich im Rahmen der normalen und unvermeidlichen Messfehler befinden. Eine Änderung der vom IPCC angegebenen Kohlenstoffaustauschwerte um wenige Hundertstel könnte ausreichen, um alle vom Menschen verursachten Kohlenstoffemissionen aus der Atmosphäre zu nehmen.

Um die menschlichen Kohlenstoffeinträge als Gefahr darzustellen, muss das IPCC unterstellen, dass diese Emissionen sehr lange in der Atmosphäre verweilen und deshalb sich dort über Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte akkumulieren können. Im AR4 des IPCC steht auf Seite 501 die Behauptung: "About 50% of a CO2 increase will be removed from the atmosphere within 30 years, and a further 30% will be removed within a few centuries. The remaining 20% may stay in the atmosphere for many thousands of years."

Diese Annahme über die Verweildauer von Kohlendioxid in der Atmosphäre widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Geologe Ian Plimer schreibt in seinem Buch Heaven and Earth: Global Warming, the Missing Science, Seite 422:


  • "Calculations of the lifetime of atmospheric CO2 based on natural C14 give lifetime values of 3 to 25 years (18 separate studies),

  • dilution of atmosphere from fossil fuel burning a lifetime of 2 to 7 years (two separate studies),

  • atomic bomb C14 lifetime value of 2 to more than 10 years (12 separate studies),

  • measurements of Rn222 [gas Radon] give CO2 atmospheric lifetime of 7.8 to 13.2 years (three separate studies),

  • CO2 solubility gives an atmospheric lifetime of 5.4 years and C12 to C13 mass balance value for the lifetime as 5.4 years."



Außerhalb des IPCC gibt es kaum Meinungsverschiedenheiten über die Verweildauer von Kohlendioxid in der Atmosphäre, die, wie sich in vielen unabhängigen Messungen gezeigt hat, im Durchschnitt 5 Jahre beträgt. Im Gegensatz dazu nimmt das IPCC 50 bis 200 Jahre an. Plimer stellt dazu fest: "There is a considerable difference in the atmospheric CO2 lifetime between the 37 independent measurements and calculations using six different methods and the IPCC computer model. This discrepancy has not been explained by the IPCC. Why is this important? If the CO2 atmospheric lifetime were 5 years, then the amount of the total atmospheric CO2 derived from fossil fuel burning would be 1.2%, not the 21% assumed by the IPCC."

Die vom IPCC angenommene Steigerung der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration von 280 ppm in der vorindustriellen Zeit auf 385 ppm heute kann viele natürliche Ursachen haben, die noch zu erforschen sind. Wir können aber sicher sein, dass der Beitrag des Menschen zu diesem Anstieg nur sehr gering ist und daher einen kaum messbaren Einfluss auf den Treibhauseffekt hat.

Die Konzentrationen des atmosphärischen Kohlendioxids haben in der Erdgeschichte in hohem Maße geschwankt, und das ganz ohne Zutun des Menschen. Die folgende Grafik (Quelle: Berner/Streif: Klimafakten, Seite 84) zeigt zwei Rekonstruktionen des Verlaufs dieser Werte während der letzten 600 Millionen Jahre:



Die Unterschiede in den beiden Kurven zeigen, dass derartige Rückrechnungen immer mit Unsicherheiten behaftet sind. Es besteht aber große Übereinstimmung darin, dass in der geologischen Vergangenheit die Menge des Kohlendioxids in der Atmosphäre zeitweise erheblich höher gewesen ist als heute. So war im Perm dieser Wert ungefähr viermal höher als heute. Dabei ist bemerkenswert, dass das Perm ein sehr kaltes Zeitalter war, in dem sich große Eisschilde von den Polen her ausbreiteten. Man findet heute die Spuren der Vereisungen des Perm von Äthiopien, über den Jemen bis in die Region von Oman.

Das beweist, dass die atmosphärische Kohlendioxidkonzentration in den letzten 600 Millionen Jahren die Lufttemperatur nicht maßgeblich gesteuert hat. Vielmehr war der Wasserdampf auch schon in der geologischen Vergangenheit der weitaus wichtigste Treibhausfaktor. Die folgende Grafik (Quelle: Berner/Streif: Klimafakten, Seite 84) zeigt die Änderungen der Treibhauswirkung von Wasserdampf und Kohlendioxid:



Man sieht, dass die Treibhauswirkung des Kohlendioxids recht konstant war, während der Wasserdampf-Effekt in drastischen Schwüngen verlief. In der Gegenwart ist das nicht anders. Berner/Streif schreiben dazu in "Klimafakten", Seite 89: "Die Zunahme an anthropogenen Emissionen hat seit ca. 1750 einen Anstieg des Kohlendioxid-Treibhauseffektes um 1,56 Watt pro m2 bewirkt; die übrigen anthropogenen Gase wie Methan, Stickoxide, FCKW summieren sich zu einem weiteren Treibhauseffekt von 1,14 Watt pro m2. Im Vergleich mit dem Gesamt-Treibhauseffekt unserer Erde machen diese anthropogenen Anteile beim Kohlendioxid 1,2% und bei den Nicht-Kohlendioxidgasen 0,9% aus. Beide Werte liegen noch deutlich im Bereich der Unsicherheiten, die bei der heutigen Bestimmung des Gesamt-Treibhauseffektes zu veranschlagen sind." Das bedeutet: der menschliche Einfluss auf das Klima ist so klein, dass er kaum messbar ist. Die Klimapolitik steht in Widerspruch zum gegenwärtigen Stand der Wissenschaft.

Dienstag, 2. November 2010

Ein Dankeschön an die Politiker

Heute ist Wahltag in den USA und Wahlen sind immer eine gute Gelegenheit, den grünen und sozialistischen Politikern aller Parteien "DANKE" zu sagen:



Dieses Dankeschön verdienen auch nahezu alle deutschen Politiker der letzten 40 Jahre.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Grüne Doppelmoral

Die Grünen gefallen sich in der Rolle alttestamentarischer Propheten, welche die schwachen Menschen mit donnernder Stimme auffordern, von ihrem sündigen Treiben abzulassen, denn sonst würde Schreckliches geschehen. Besonders geltungssüchtige Prominente treten gerne als Bußprediger auf. Einer von ihnen ist der Hollywood-Star James Cameron, der immer wieder von uns Konsumverzicht fordert, um die Welt vor einem nahen Hitzetod zu retten. Vor kurzem sagte er gegenüber der Los Angeles Times: "We are going to have to live with less."

Da der Weltuntergang nahe ist, wenn wir uns nicht an diese Ermahnungen halten, ist es berechtigt zu fragen, ob Cameron selbst so lebt, wie er es von uns fordert. Die Antwort gibt der Film


James Cameron - Hypocrite


der Filmemacher Ann McElhinney und Phelim McAleer.

Der 2:16 Minuten lange Film, der sich ganz auf seine starke Bildsprache stützt und deshalb ohne gesprochenes Wort auskommt, erwähnt in seinem Vorspann "California's Prop 23". Die Proposition 23 wird in Kalifornien bei der Wahl am kommenden Dienstag, den 2. November 2010, der Wählern zur Abstimmung vorgelegt. Der Vorschlag sieht vor, den Global Warming Solutions Act von 2006, der die Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2020 auf das Niveau von 1990 verlangt, solange auszusetzen, bis die Arbeitslosenrate in Kalifornien während vier aufeinander folgender Quartale unter 5,5% gefallen ist. Die gegenwärtige kalifornische Arbeitslosenrate beträgt 12,4%. Das ist erheblich mehr als der US-Durchschnitt und zeigt, welch verheerende Wirkung die tiefgrüne Politik der Regierung dieses einst wirtschaftlich starken Bundesstaates hat. Der hier empfohlene Film ist zwar im Kontext des Meinungskampfes um die Prop 23 entstanden, aber er ist so allgemeingültig formuliert, dass darin jeder grüne Angehörige des Establishments wieder erkannt werden kann.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Wohin gehen unsere Steuern?

Was machen die Politiker mit den Milliarden, die sie von uns eintreiben? Auf Bundesebene könnte man auf der Website des Bundesfinanzministeriums nachsehen, wo man die Zahlen der Einzelpläne in unzähligen PDF-Dateien vorfindet, die schlecht überschaubar und im Grundsatz nicht maschinell lesbar sind. Ein normaler Bürger hat nicht die Zeit, sich durch die über tausend Seiten der offiziellen Dokumentation des Bundeshaushalts zu kämpfen.

Einen leichteren Zugang zum Zahlenwerk der Staatsausgaben strebt die Entwicklergruppe Tactical Tools mit ihrem Projekt Offener Haushalt an, das die die komplexen Daten des Bundeshaushalts in einer dreistufigen Baumstruktur erschließt und sie in den offenen Datenformaten JavaScript Object Notation (JSON) und Extensible Markup Language (XML) zugänglich macht. So können die Daten in Tabellenkalkulationen oder andere Auswertungsprogramme übernommen werden, um Strukturen und Beziehungen aufzuzeigen und zu visualisieren.

Die Navigation auf der Plattform folgt der institutionellen Gliederung des Haushaltsplans. Sie besteht aus vier Ebenen, von denen drei auf Offener Haushalt dargestellt werden:


  1. Einzelpläne sind die gröbste Gliederungsebene. Sie umfassen die Ministerien und Verfassungsorgane (wie Bundesministerium der Verteidigung, Bundesverfassungsgericht).

  2. Die inhaltlich zusammenhängenden Haushaltsposten der jeweiligen Einzelpläne werden auf dieser Ebene in Kapitel zusammengefasst. Die untergeordneten Behörden und Einrichtungen eines Einzelplans sind hier ebenfalls aufgeführt.

  3. Auf der untersten Ebene findet sich die Aufteilung der Ausgaben auf die einzelnen Kostenstellen, die man alsTitel bezeichnet. Gleichartige Titel werden in Titelgruppen zusammengefasst.



Auf der Plattform hat jeder Haushaltsposten eine eigene Internetadresse (URL). Dadurch lässt er sich verlinken, als Lesezeichen speichern und so referenzieren. Die Nutzer der Plattform können jeden Haushaltsposten kommentieren und es ist geplant, in einem Wiki gemeinsam weitere Informationen zu den Posten zu sammeln.

Das hier vorgestellte Projekt ist sicher ein löblicher Schritt in die richtige Richtung, aber es wird gerade hierbei sichtbar, wie beschränkt die Informationsmöglichkeiten des Bürgers sind. Nehmen wir z. B. den Einzelplan Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt mit Ausgaben in Höhe von € 1.853.440.000 (alle Zahlen Haushaltsjahr 2010), gehen dort zu Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der mit € 1.011.760.000 insgesamt 54,59% der Einzelplans Bundeskanzleramt ausgibt und sehen uns dort die gößte Titelgruppe Zuschuss an die Rundfunkanstalt "Deutsche Welle" an, die € 259.938.000 und damit 25.69% des Haushalts des Kulturbeauftragten erhält. Mehr als diese globale Zahl erfährt man kaum, auch wenn man direkt zum Bundesfinanzministerium geht, und dessen PDF-Daten einbezieht.

Eine sinnvolle Kontrolle der Mittelverwendung ist so nicht möglich. Aber vielleicht sind die kleinen Titelgruppen aussagefähiger? Tatsächlich ist einiges von Interesse darunter zu finden, wie der Titel Reisen in Angelegenheiten der Personalvertretungen und der Gleichstellungsbeauftragten sowie in Vertretung der Interessen schwerbehinderter Menschen in Höhe von € 117.000 oder der Zuschuss an den Zentralrat sowie das Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma von 1.768.000.

Was sich hinter der Titelgruppe Förderung deutscher Künstler im Ausland in Höhe von € 3.495.000 verbirgt, kann man ahnen, wenn man die betreffende Seite des Ministeriums konsultiert, wo wir erfahren, dass die Villa Massimo in Rom € 2.440.000 erhält, unter anderem aber auch die Villa Romana in Florenz, die Villa Aurora in Los Angeles und die Villa Tarabya in Istanbul reichlich mit Steuermitteln bedacht werden. Das ist zweifellos gut angelegtes Geld, denn man erfährt auf der Website der Villa Massimo: "In der Villa Massimo stehen den zehn Stipendiaten großzügige Wohn-Ateliers in einem weit angelegten Park mit beeindruckendem altem Baumbestand zur Verfügung." Für einen so edlen Zweck ist es natürlich gerechtfertigt Schulden aufzunehmen, die zur Zeit um € 3.527 je Sekunde wachsen.

Samstag, 23. Oktober 2010

Kein Trend bei tropischen Wirbelstürmen

Die Ökologisten behaupten, dass die im letzten Jahrhundert stattgefundene globale Erwärmung zu einer Erhöhung in der Anzahl, Dauer und Intensität tropischer Wirbelstürme geführt habe. Diese Behauptung ist bereits mehrmals widerlegt worden, wobei aber meistens nur das Sturmgeschehen in einzelnen Meeresbecken betrachtet wurde.

Nun hat aber eine Gruppe von Forschern aus China, Japan und Hawaii eine Studie vorgelegt, welche die Sturmdokumentation zu allen Weltmeeren besonders gründlich auswertet. Die Finanzierung dieser Forschung erfolgte durch die NASA, die National Natural Science Foundation of China, die Ocean University of China, und das Korea Meteorological Administration Research and Development Program. Die Untersuchungsergebnisse wurden veröffentlicht in: Wang, B., Y. Yang, Q.‐H. Ding, H. Murakami, and F. Huang, 2010. Climate control of the global tropical storm days (1965–2008). Geophysical Research Letters, 37, L07704, doi:10.1029/2010GL042487.

Die folgende Grafik zeigt die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit:



Erläuterung der Abkürzungen: GL = global (bezieht sich auf rechte Ordinate), WNP = Western North Pacific, IPWP = Indo-Pacific Warm Pool (17,5°S – 10°N, 70°O – 140°O), NAT = North Atlantic, SHO = Southern Hemisphere Oceans. MEAN = arithmetisches Mittel, SD = Standardabweichung (mittlere quadratische Abweichung), MAX = Maximum, MIN = Minimum.

Den Autoren ist die Bedeutung ihrer Arbeit bewusst. Zu Beginn ihres Artikels schreiben sie: "The impact of the rising sea surface temperature (SST) on tropical cyclone (TC) activity is one of the great societal and scientific concerns. With the observed warming of the tropics of around 0.5°C over the past 4 to 5 decades, detecting the observed change in the TC activity may shed light on the impact of the global warming on TC activity."

Das Forscherteam hat für seine Arbeit den bestmöglichen Ansatz gewählt, nämlich die weltweite Erfassung der Sturmdaten, während "previous studies of the variability of TC activity have mostly dealt with total numbers in individual basins." Um möglichst genaue Ergebnisse zu erhalten beschloss man, nur mit Satellitendaten zu arbeiten: "To diminish the number of missing cyclones, we chose the period of examination starting from 1965 when satellite monitoring of weather events became available."

Die Autoren stellen fest, dass die Häufigkeit tropischer Wirbelstürme von ozeanischen Zirkulationssystemen wie der El Niño—Southern Oscillation (ENSO) und der Pacific Decadal Oscillation (PDO) abhängt: "Variability of the global total storm days is primarily driven by the ENSO and PDO." Die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur hat auf die Wirbelsturmaktivität keinen messbaren Einfluss.

Da die ozeanischen Zirkulationssysteme keinem Trend folgen, ist auch in der Häufigkeit der Wirbelstürme kein Trend erkennbar: "[...western North Pacific and Southern Hemisphere ocean tropical cyclone] activities, which dominate the global TC activity, have no trend." Das gilt auch im Weltmaßstab: "Note also that the global storm days do not show any trend over the past 44 years."

Die Schlussfolgerung der Studie lautet: "Over the period of 1965–2008, the global TC [tropical cyclone] activity, as measured by storm days, shows a large amplitude fluctuation regulated by the ENSO [El Niño-Southern Oscillation] and PDO [Pacific Decadal Oscillation], but has no trend, suggesting that the rising temperature so far has not yet an impact on the global total number of storm days."

Damit ist die Behauptung der Ökologisten widerlegt, dass die globale Erwärmung zu einer Häufung schwerer Wirbelstürme führen würde. Wir können aber sicher sein, dass die Massenmedien den nächsten tropischen Orkan wieder den von Menschen freigesetzten Treibhausgasen zuschreiben werden. Es ist erstaunlich, wieviel Panikhonig die Grünen aus diesem Thema saugen.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Veränderungen im Polareis

Albert Gore prophezeit in seinem Buch und Film An Inconvenient Truth, dass bis zum Jahre 2100 der Meeresspiegel um 7 Meter steigen werde. Das IPCC ist in dieser Hinsicht etwas zurückhaltender, es prognostiziert aber in seinem 4. Assessment Report von 2007 immer noch stattliche 59 cm Anstieg in diesem Jahrhundert. Die dafür erforderlichen Wassermassen sollen überwiegend aus dem Abschmelzen des Polareises kommen. Wie glaubhaft sind diese Behauptungen?

Die Antarktik enthält ungefähr 90% des gefrorenen Wassers auf der Erde, auf Grönland entfallen 8 bis 9%, die restlichen 1 bis 2% befinden sich im Packeis der Arktik und in Berggletschern.

Die Antarktik ist die kälteste Region der Erde. Die Durchschnittstemperaturen betragen -50°C im Inneren und -5°C bis -15°C an der Küste. Auf diesem eisigen Kontinent liegt auch im Sommer die Temperatur im Durchschnitt unter dem Gefrierpunkt von Wasser. Internationale Wetterstationen zeigen für die letzten 50 Jahre insgesamt keine Temperaturerhöhung für die großen Landmassen der Ost- und Westantarktis, siehe dazu die Antarctic near-surface temperature trends 1951-2009 des British Antarctic Survey. Nur auf der vergleichsweise kleinen antarktischen Halbinsel wurde ein geringfügiger Temperaturanstieg gemessen.

Messungen durch Satelliten ergeben, dass das Meereis im antarktischen Ozean zunimmt, wie die folgende Grafik zeigt, die wir der University of Illinois verdanken:



Die Grafik zeigt die Abweichung (Anomalie) der Ausdehnung des antarktischen Meereises vom Durchschnittswert des Zeitraums 1979-2000. Man sieht, dass die Eismenge während der letzten 30 Jahre stetig zugenommen hat, mit einem Höhepunkt im Jahre 2008.

Sogar das IPCC gibt zu, dass in der Antarktis ein "lack of rise in near-surface atmospheric temperatures averaged across the continent" feststellbar ist. Quelle: Climate Change 2007: Synthesis Report, Intergovernmental Panel on Climate Change, p. 33. Siehe auch Climate Change 2007: Synthesis Report.

Wir fassen zusammen: aus der Antarktis, der größten Eiskammer der Welt, kann der gefürchtete Meeresspiegelanstieg nicht kommen, denn dort sind die Landtemperaturen seit dem Beginn der genauen Aufzeichnungen vor einem halben Jahrhundert im Durchschnitt stabil und das Eis im antarktischen Ozean nimmt zu.

Betrachten wir nun die Arktis. Die folgende Grafik, die wir ebenfalls der University of Illinois zu verdanken haben, zeigt die Entwicklung der Eismengen im arktischen Ozean:



Die Grafik gibt das Ausmaß des Packeises wieder, gemessen durch Satelliten seit 1978. Die Kurve zeigt die Abweichungen vom Durchschnittswert der Jahre 1978-2000. Man sieht einen Rückgang der Eisfläche in den letzten 20 Jahren von ungefähr 1 bis 1,5 Millionen Quadratkilometer, was circa 12% bis 18% der jährlichen Durchschnittsfläche entspricht. Im Herbst 2007 wurde der niedrigste Wert der vergangenen 30 Jahre erreicht.

Bevor wir auf die Gründe dieses Rückgangs eingehen, müssen wir uns klarmachen, dass das Schmelzen von Meereis keinerlei Auswirkungen auf die Höhe des Meeresspiegels hat. Selbst wenn das gesamte arktische Meereis verschwände, wie es bereits im Mittelalter und zu Beginn unserer Zeitrechnung der Fall war, würde deshalb das Meer um keinen Millimeter steigen. Der Albedo-Effekt (Rückstrahlvermögen von nicht selbst leuchtenden Oberflächen) eines eisfreien Nordmeeres wäre geringer als heute, aber wegen des niedrigen Einstrahlwinkels der Sonne in den hohen Breiten ist keine große Wärmeabgabe an das Meer möglich.

Für die Ökologisten ist klar, wer für den angeblich gefährlichen Rückgang des Packeises verantwortlich ist: die von Menschen freigesetzten Treibhausgase sind die Schuldigen. Eine langfristige Betrachtung weist allerdings auf eine natürliche Ursache hin. Torgny Vinje vom Norwegischen Polar Institut in Oslo hat das Meereis im Bereich nördlich von Island, östlich von Grönland und westlich von Norwegen einschließlich der Barents und der westlichen Kara See für den Zeitraum von 1864 bis 1998 anhand von Schiffstagebüchern und meteorologischen Beobachtungen dokumentiert. Während dieser 135 Jahre ist ein kontinuierlicher Rückgang des Meereises zu beobachten. "The extent of the ice in the Nordic Seas ... has decreased by ~33% over the past 135 years... The time series indicates that we are in a state of continued recovery from the cooling effects of the Little Ice Age." (Torgny Vinje: "Anomalies and Trends of Sea-Ice Extent and Atmospheric Circulation in the Nordic Seas during the Period 1864-1998", American Meteorological Society, vol. 14, pp. 255-267, February, 2001.)

Da nennenswerte Mengen von Treibhausgasen menschlichen Ursprungs erst nach dem 2. Weltkrieg in die Atmosphäre gelangten, kann der langfristige und stete Rückgang des nördlichen Packeises, der seit Mitte des 19. Jahrhunderts feststellbar ist, nicht vom Menschen verursacht worden sein. Vielmehr ist anzunehmen, dass dieser Rückgang nur Ausdruck einer allgemeinen globalen Erwärmung ist, welche aus natürlichen Gründen der Kleinen Eiszeit folgte, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert dauerte.



Die obige Grafik stammt von Joseph D'Aleo, der in seinem Artikel Greenland Again auf die dritte Biosphäre zu sprechen kommt, die uns hier interessiert. Das Bild zeigt den Temperaturverlauf in Godthab, der Hauptstadt Grönlands. Man sieht eine Temperaturzunahme von den 1880er Jahren bis zu den 1940er Jahren, wohlgemerkt in einem Zeitraum mit geringen anthropogenen Treibhausgasemissionen. Von den 1940er Jahren bis zu den späten 1990er Jahren erfolgte ein Temperaturrückgang, obwohl der Treibhausgehalt der Atmosphäre in dieser Zeit stark zunahm. Das ergibt eine negative Korrelation der beiden Merkmale über nahezu 5 Jahrzehnte. Eine gute Übereinstimmung ist jedoch feststellbar zwischen Temperaturverlauf und der Atlantic multidecadal oscillation (AMO). Temperaturab- und -aufschwünge folgen in Prinzip der AMO. So ist der Temperaturanstieg ab den 1990er Jahren darauf zurückzuführen, dass die AMO seitdem in ihre warme Phase gewechselt ist.

Joseph D'Aleo stellt fest: "Many recent studies have addressed Greenland ice mass balance. They yield a broad picture of slight inland thickening and strong near-coastal thinning, primarily in the south along fast-moving outlet glaciers. However, interannual variability is very large, driven mainly by variability in summer melting and sudden glacier accelerations. Consequently, the short time interval covered by instrumental data is of concern in separating fluctuations from trends." Ein massiver Gletscherabbau ist nirgendwo auf Grönland beobachtet worden. Insgesamt dürfte die Eisbilanz auf der Insel ziemlich ausgeglichen sein.

Wichtig ist festzuhalten, dass es in den 1930er und 1940er Jahren auf Grönland wärmer war als heute. Viele der dortigen Gletscher waren damals kleiner als heute. Danach kam es in einer kälteren Periode zu einer Gletscherausdehnung, sodass die Gletscher auf Grönland heute immer noch deutlich größer sind als vor einem dreiviertel Jahrhundert. Das spricht nicht gerade für eine gefährliche globale Erwärmung, die den ganzen Planeten bedroht.

Eine ausführliche Widerlegung der grünen Angstkampagne zu Grönland findet man bei Scarewatch.