Mittwoch, 4. August 2010

Das Erdölleck im Golf von Mexiko

Die Explosion der von BP betriebenen Erdölbohranlage Deepwater Horizon am 20. April dieses Jahres war ein schrecklicher Arbeitsunfall, bei dem 11 Arbeiter ums Leben kamen. Das nach dem Unglück unkontrolliert aus dem Bohrloch ausströmende Erdöl hat im Golf von Mexiko einige Umweltschäden angerichtet. Glücklicherweise sind diese aber erheblich geringer, als von Politikern und Mainstreamjournalisten behauptet.

Präsident Obama nannte den Erdölaustritt "the worst environmental disaster America has ever faced". Die Massenmedien sprechen vom "Disaster in the Gulf" und für die grünen Verbände ist sowieso das Ende nahe. Die Realität in der betroffenen Region sieht aber anders aus.

Es ist jetzt, drei Monate nach dem Vorfall, noch nicht möglich, seine Langzeitfolgen einzuschätzen, aber es ist bereits absolut klar, dass die von den Machthabern angekündigte Katastrophe ausgeblieben ist. Sehen wir uns die Schäden im einzelnen etwas näher an:


  • Die Anzahl der bis jetzt gefundenen toten Vögel beträgt weniger als 1% dessen, was nach dem Untergang des Erdöltankers Exxon Valdez vor der Küste von Alaska im Jahre 1989 an Opfern in der Vogelwelt zu beklagen war. Man hat im Golf 3.000 tote Vögel vorgefunden, weniger als die Hälfte davon war sichtbar ölverschmiert. Demgegenüber kostete der Untergang der Valdez 435.000 Vögeln das Leben.

  • Es gab Horrorgeschichten über verölte Delphine, aber bis jetzt haben die staatlichen wildlife-response teams nur die Überreste von 3 Meeressäugetieren angetroffen, die sichtbar Spuren von Erdöl zeigten. Man fand 492 tote Meeresschildkröten, aber nur 17 von ihnen waren sichtbar verölt.

  • Der Fisch- und Krabbenfang wurde von der Regierung in weiten Teilen des Golfes verboten, aber bis jetzt ist kein Erdöl in diesen Beständen nachweisbar. Sogar die alarmistischen Behörden der Regierung Obama sehen sich nunmehr gezwungen, zumindest einen Teil der von ihnen auferlegten Beschränkungen wieder zurückzunehmen, siehe: NOAA Reopens One-Third of Closed Gulf Fishing Area, wo festgestellt wird, dass "No oil has been observed for 30 days in 26,388 square miles to be re-opened for fishing".

  • Die tiefliegenden Marschgebiete an der Küste von Louisiana sind nicht wie angekündigt vom Erdöl überzogen worden, sondern bis jetzt fanden die staatlich eingesetzten Bewertungsteams dort nur 142 Hektar, die verölt sind. Das ist sicher ein ärgerlicher Schaden, aber er ist gering im Vergleich zu den 6.000 Hektar Küstenmarschen, die Louisiana jährlich an das Meer verliert, weil der Mississippi seit seiner vollständigen Regulierung nur noch wenige Sedimente in seinem Delta absetzt. In den letzten hundert Jahren hat dieser Bundesstaat insgesamt 5.000 Quadratkilometer Marschland an die See abgeben müssen.



In einer Stellungnahme für das TIME Magazine sagte Ivor van Heerden, ein ehemaliger Professor für Meereswissenschaften der Louisiana State University: "There's just no data to suggest this is an environmental disaster. I have no interest in making BP look good ... but we're not seeing catastrophic impacts ... There's a lot of hype, but no evidence to justify it."

Die Gründe dafür hätte jedermann von Anbeginn an wissen können:


  1. Das Deepwater Erdöl ist leicht und biologisch gut abbaubar. Deshalb lösten sich die Ölflecken im Golf schnell auf.

  2. Das Wasser im Golf von Mexiko ist so warm, dass dort ölabbauende Bakterien sehr gut gedeihen können.

  3. Die großen Wassermengen, die der Mississippi in den Golf transportiert, haben das Öl größtenteils von der Küste ferngehalten.

  4. Die Natur ist widerstandsfähiger, als die grünen Propagandisten behaupten. So wächst in den von Öl verunreinigten Marschgebieten neues Gras der Gattung Spartina und man kann dort Mangroven sehen, die neue Blätter austreiben, welche von Erdöl schwarz sind.



Der Deepwater Horizon Unfall zeigt wieder einmal das Wesen der Umweltpolitik: übertreiben und Ängste schüren bis zur Hysterie, um diese Emotionen dann als Waffe gegen den Kapitalismus zu verwenden. Präsident Obama hat nach der Explosion der Bohrinsel ein sechsmonatiges Verbot der Tiefwasserförderung von Erdöl verfügt. Nach einer Untersuchung des Institute for Energy Research verursacht dieses Verbot den Verlust von 12.000 Arbeitsplätzen sowie von 2,1 Milliarden Dollar Umsatz in der Erdölwirtschaft und bei ihren Zulieferern. Dazu kommen die Kosten unnötiger Verbote für die Fischerei, der durch die Panikmache hervorgerufene Rückgang im Tourismus und sinnlose Ausgaben für aktionistische Schutzmaßnahmen, die sich als überflüssig herausgestellt haben. So hat z. B. die Regierung von Louisiana 350 Millionen Dollar für Ölsperren auf See ausgegeben, die niemals benötigt wurden. Insgesamt hat die Reaktion der Politiker auf dieses Unglück mehr Schaden angerichtet, als dieses selbst.

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