Mittwoch, 23. Mai 2012

Totaler Krieg gegen den Islam

Die Zeitschrift Wired hat u. a. in ihrem Artikel U.S. Military Taught Officers: Use ‘Hiroshima’ Tactics for ‘Total War’ on Islam aufgedeckt, dass an der Militärakademie des Generalstabs, dem Joint Forces Staff College in Norfolk, Virginia, Kurse stattfanden, in denen ein totaler Krieg gegen den gesamten Islam unter bewusstem Bruch des Völkerrechts geplant wurde. Wired kam in den Besitz von Kursunterlagen, in denen der Kursleiter, Oberstleutnant Matthew A. Dooley, die nachstehenden Aussagen machte (Quelle: "So What Can We Do?" A Counter-Jihad Op Design Model):

In seinem Operationsmodell entwirft Oberstleutnant Dooley einen Krieg zur gewaltsamen Transformation des Islam, der in vier Phasen erfolgen soll. Die Phase 1 "Abschreckung" sei bereits gescheitert, deshalb behandelt der Vortragende nur die Phasen 2 - 4. Dabei stellt er die folgenden Überlegungen an:

Seite 3: "Can we articulate and subsequently force a choice [of ours] on 1.4 billion people?"

Seite 7: "This model asserts Islam has already declared war on the West ... It is, therefore, illogical to continue along our current global strategy models that presume there are always possible options for common ground and detent with the Muslim Umma without waging near 'total war'".

Seite 8: In Phase 3 des Krieges gegen den Islam werden die folgenden Maßnahmen vorgeschlagen: "Saudi Arabia threatened with starvation, Mecca and Medina destroyed." Dabei nimmt der Autor keine Rücksicht auf das gegenwärtige Kriegsrecht, das auch von den USA ratifiziert wurde: "This model presumes Geneva Convention IV 1949 standards of armed conflict and the pursuant UN endorsements of it are now ... no longer relevant ... This would leave open the option once again of taking war to a civilian population wherever necessary (the historical precedents of Dresden, Tokyo, Hiroshima, Nagasaki being applicable to the Mecca and Medina destruction."

Oberstleutnant Dooley sieht keinen relevanten Unterschied zwischen extremen und gemäßigten Muslimen. Letztere unterscheiden sich für ihn nur in unwesentlichen Nuancen von den Ersteren. Deshalb sei es gerechtfertigt, gegen alle Muslime Krieg zu führen. Auf Seite 17 verspottet er die gemäßigten Muslime mit dem folgenden Bild:


Die Darstellung von Kindern überrascht in diesem Kontext, hat aber bei dieser Bildwahl die wohl beabsichtigte Wirkung, Skrupel bei der künftigen Bombardierung muslimisch bewohnter Städte zu reduzieren, denn die Bilder suggerieren, dass schon die Kinder Terroristen sind.

Seite 28: Hier zieht Oberstleutnant Dooley die Schlussfolgerungen aus seinen bisherigen Ausführungen: "Within any modern understanding of what defines a religion, Islam has clearly exceeded acceptable political boundaries..." - "... we have now come to understand that there is no such thing as 'moderate Islam' ..." - "This barbaric ideology will no longer be tolerated. Islam must change or we will facilitate its self-destruction."

Nachdem die Öffentlichkeit von diesem Kurs erfahren hatte, wurde er vom US-Verteidigungsministerium eingestellt. Oberstleutnant Dooley ist aber weiterhin an der Militärakademie tätig. Es ist für Außenstehende schwer festzustellen, wieviele Gegen-Dschihadisten es im höheren Offizierskorps der USA gibt. Wachsamkeit bleibt geboten. Jeder rechtsstaatlich Denkende muss sich fragen, ob es einen wesentlichen Unterschied zwischen Oberstleutnant Dooley und Anders Breivik gibt.

Freitag, 11. Mai 2012

Das Scheitern der Drogenpolitik

Der Krieg gegen die Drogen kennt nur Verlierer, mit einer Ausnahme: die staatliche Bürokratie, für die dieser Kampf ein vortrefflicher Vorwand ist, um üppig zu wachsen. Ein realistisches Bild der weltweiten Situation liefert die Studie der Weltbank INNOCENT BYSTANDERS - Developing Countries and the War on Drugs, aus der die folgenden Grafiken stammen.


Nachdem Präsident Nixon 1971 den war on drugs erklärt hatte, dauerte es noch einige Jahre, bis der Staatsapparat entsprechend ausgebaut war, aber dann füllten sich die Gefängnisse. Heute sind allein in den USA fast eine halbe Million Menschen hinter Gittern, weil sie gegen irgendeines der vielen Antidrogengesetze verstoßen haben. In 40% der Fälle war das nur der Besitz von Marijuana. Die USA geben jährlich circa 40 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Drogen aus, wobei drei Viertel dieser Ausgaben auf die Ergreifung und Bestrafung von Drogenhändlern und -konsumenten entfallen. Der Produktionsausfall, der durch die Inhaftierung dieser vielen Menschen entsteht, beläuft sich auf 39 Milliarden Dollar pro Jahr. Dazu kommen die negativen Auswirkungen der massenhaften Einkerkerungen, wie zerbrochene Familien, Arbeitslosigkeit und Armut.

Auch in anderen Ländern sind die sozialen Kosten der Drogenpolitik sehr hoch. So gibt z. B. Mexiko 9 Milliarden Dollar pro Jahr aus, um den Drogenhandel zu bekämpfen. In diesem Kampf wurden von 2006 bis 2010 insgesamt 34.000 Menschen getötet, die Gesamtzahl der Opfer beträgt ungefähr 50.000. In Kolumbien starben in den 1990er Jahren jährlich 27.000 Menschen in Auseinandersetzungen, die von der Drogenpolitik verursacht oder zumindest verstärkt wurden. Es gibt kein für den Drogenanbau oder -transit geeignetes Entwicklungsland, das nicht unter der Drogenpolitik gelitten hat.

Was hat man mit all diesen Opfern erreicht? Die Drogenproduktion ist weltweit stark gestiegen, während der Drogenkonsum moderat anstieg. Die Folge ist ein langfristiges Sinken der Drogenpreise, trotz des staatlichen Verfolgungsdrucks.



Charles Kenny stellt in seinem Artikel The Narco State fest: "Cocaine and opiate prices are about half their 1990 levels in America today. And 16 percent of American adults have tried cocaine -- that's about four times higher than any other surveyed country in a list that includes Mexico, Colombia, Nigeria, France, and Germany. ... Aggregate coca cultivation in Bolivia, Colombia, and Peru was higher in 2007 than in the late 1990s, for example -- despite stepped up eradication programs in all three countries." Daraus zieht er die Schlußfolgerung: "America and Europe should commit to a drug policy based around public health and regulation -- making drug use safer, legal, and rare -- rather than criminalization and paramilitary enforcement. That switch will save money and families at home alongside lives and livelihoods abroad. It is time the world ended its addiction to war as a tool of social control."

Aber nicht nur Experten auf der Beratungsebene, sondern auch Praktiker ziehen diesen Schluß. Guatemalas Präsident Otto Pérez schreibt in seinem viel beachteten Artikel We have to find new solutions to Latin America's drugs nightmare: "So, decades of big arrests and the seizure of tons of drugs and yet consumption and production of damaging substances are booming. ... Drug consumption, production and trafficking should be subject to global regulations, which means that consumption and production should be legalised but within certain limits and conditions. ... we [are not] willing to continue as dumb witnesses to a global self-deceit. We cannot eradicate global drug markets, but we can certainly regulate them as we have done with alcohol and tobacco markets. Drug abuse, alcoholism and tobacco should be treated as public health problems, not criminal justice issues."

Samstag, 5. Mai 2012

Dienstag, 1. Mai 2012

Himmlische Determinanten des Klimas

Henrik Svensmark vom Center for Sun-Climate Research am National Space Institute der Technical University of Denmark (DTU), hat nachgewiesen, dass die von der Sonne regulierte Intensität der kosmischen Strahlung das Ausmaß der Wolkenbildung und damit das Klima bestimmt. Die folgende Grafik zeigt den Wirkungsmechanismus (Bildquelle: Vortrag Die klimatische Rolle der Sonne und der kosmischen Strahlung von H. Svensmark im November 2011):
Die nächste Grafik (Bildquelle s.o.) verdeutlicht den engen Zusammenhang zwischen der Intensität der kosmischen Strahlung (rot) und der niederen Wolkendecke (blau), die für das Klima entscheidend ist:
Die anfangs sehr gute Übereinstimmung der beiden Kurven verschlechtert sich zu Beginn der 1990er Jahre. Der Grund dafür dürfte in einer unsachgemäßen Eichung der Messinstrumente liegen, die zu einer Verzerrung der Daten führte. Das wäre nichts Neues, denn bei den Temperaturmessreihen sind schon viele Abweichungen von den anerkannten Messregeln aufgedeckt worden. Aber auch die vorliegenden Daten beweisen die große Abhängigkeit der beiden Größen voneinander.

In seiner bisher letzten Arbeit Evidence of nearby supernovae affecting life on Earth, die in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society erschienen ist, weist Henrik Svensmark für die letzten 500 Millionen Jahre nach, dass die Artenvielfalt auf der Erde von der Intensität der kosmischen Strahlung abhängt (Bildquelle):
Siehe dazu die Pressemitteilung der Royal Astronomical Society Did exploding stars help life on Earth to thrive? und den Artikel von Nigel Calder Svensmark’s Cosmic Jackpot: Evidence of nearby supernovae affecting life on Earth.

Mittwoch, 18. April 2012

Grüne plündern knappe Ressourcen

Der altertümliche Begriff "Seltene Erden" bezeichnet eine Gruppe von 17 Metallen, die hervorragende magnetische Eigenschaften haben, welche sie der komplexen Struktur ihrer Elektronenhülle verdanken. Deren äußere Schale mit den Valenzelektronen ist bei allen Seltenen Erden gleich. Die Unterschiede finden sich vor allem in der von außen gesehen dritten Elektronenschale. Die dortigen Elektronen können, abgeschirmt durch die beiden äußeren Schalen, ihre Wirkung voll entfalten, wodurch ihre Magnetkraft sehr stabil an der Struktur des Kristalls ausgerichtet wird.

Diese besonderen elektronischen Eigenschaften machen die Seltenen Erden unentbehrlich für eine Vielzahl von Anwendungen. Ein wichtiges Anwendungsfeld ist ihre Nutzung als Leuchtmittel in Bildschirmen, Lasern und LEDs. Besonders nachgefragt ist heutzutage die Seltene Erde Neodym, mit der sich die stärksten Dauermagneten herstellen lassen. Man kann damit z. B. leistungsfähige Lautsprecher bauen, die so klein sind, dass sie in das menschliche Ohr passen. Auch in modernen Computer-Festplatten ist Neodym unverzichtbar. Im Jahre 2008 wurden weltweit für diesen Zweck 1.700 Tonnen dieser Seltenen Erde verbraucht.

Dieser Verbrauch ist aber gering im Vergleich zu dem, was für Ökoanwendungen nachgefragt wird. Die starken Neodym-Magneten erlauben in Windkraftanlagen den direkten Antrieb des Generators durch die Rotoren ohne dazwischen geschaltetes Getriebe. Das vereinfacht den Bau der Anlagen und reduziert deren Wartungsaufwand. Für ein Megawatt an Leistung sind 200 kg Neodym erforderlich. Das bedeutet, dass eine einzige der heute üblichen 5-MW-Anlagen eine Tonne der wertvollen Seltenen Erde für sich beansprucht. Zusätzlich dazu benötigen die Magnethersteller noch weitere Seltenen Erden, da reine Neodym-Magneten nur bis 80°C stabil sind. Erst bei einem Zusatz von Dysprosium oder Terbium bleiben sie bis 200°C magnetisch.

Eine weitere Ökoanwendung für Seltene Erden sind Autos mit Elektroantrieb. Für deren Motor/Generator benötigt man Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium. In den NiMH-Batterien kommen Lanthan und Cerium zum Einsatz. Die Knappheit dieser Ressourcen macht es unmöglich, die gegenwärtige kohlenwasserstoffgetriebene Kfz-Flotte auf Elektroantrieb umzustellen. In dem von den Grünen erträumten Ökoparadies könnte höchstens ein Zehntel der heutigen Autofahrer auf ein Elektrofahrzeug umsteigen, für den Rest bleibt das Fahrrad. Es ist keine Polemik festzustellen, dass die grünen Referenzländer das maoistische China und das heutige Nordkorea sind.

Auch ein anderer grüner Traum kommt nicht ohne Seltene Erden aus. Das schwankende Angebot an regenerativer Energie wollen die Grünen ausgleichen, indem sie große Strommengen über weite Strecken transportieren. So soll sogar Skandinavien mit Solarstrom aus der Sahara versorgt werden. Die Seltene Erde Yttrium bleibt in Verbindung mit Barium und Kupfer bis -183°C supraleitend. Sie gilt daher als viel versprechend bei dem Versuch, verlustarme Stromübertragungen über große Strecken zu realisieren.

Der grüne Hunger nach den Seltenen Erden ließ deren Preise explodieren. Von 2005 bis 2011 sind die Preise für Neodym um das Dreißigfache und für Dysprosium um mehr als das Fünfzigfache gestiegen. Terbium ist so knapp geworden, dass heute nicht mehr alle Kaufinteressenten bedient werden können. Bei Dysprosium erwartet man eine partielle Lieferunfähigkeit für die allernächste Zukunft.

Die grüne Energiepolitik verteuert nicht nur unmittelbar alle Energiearten, sondern auch viele Hochtechnologieprodukte, die auf Seltene Erden angewiesen sind. Wie viele Behinderte in armen Ländern müssen z. B. auf eine effiziente Hörhilfe verzichten, weil die hoch subventionierten Windkraftanlagenbauer den Weltmarkt von Neodym leer gefegt haben?

Es ist eine seltsame grüne Politik, die eine Ressource (Kohlenwasserstoffe) schonen will, indem sie eine andere Ressource schonungslos ausbeutet. Das ist nicht nur inkonsistent, sondern widerspricht auch der wirtschaftlichen Vernunft. Die bekannten Vorräte an fossilen Brennstoffen werden dank neuer Technologien von Jahr zu Jahr größer, während die Seltenen Erden wirklich selten sind.

Die Grünen bezeichnen die regenerativen Energien als sauber, obwohl die zu ihrer Erzeugung verwendeten Seltenen Erden bei ihrer Förderung und Aufbereitung oftmals viel Schmutz verursachen. Die Seltenen Erden finden sich in der Erdkruste fast immer zusammen mit radioaktiven Elementen wie Uran und Thorium, die beim Abbau als Abfallstoffe anfallen und zusammen mit giftigen Chemikalien in künstlichen Wasserbecken gelagert werden. Wenn nicht sehr strenge Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, können die Schadstoffe von dort in das Grundwasser oder die Luft gelangen.

In China ist das bereits mehrfach geschehen. In der Umgebung chinesischer Minen wurden verseuchte Brunnen entdeckt und die Krankheits- und Sterblichkeitsfälle unter den Anwohnern lagen über dem Durchschnitt. Insbesonders beim illegalen Abbau, der nach Schätzung von Experten ungefähr die Hälfte der Weltproduktion von Seltenen Erden liefert, kommt es häufig zu schweren Umweltbelastungen. Seit einigen Jahren geht die chinesische Regierung gegen diese Missstände vor, indem sie illegale Minen schließt. Das führte dazu, dass sich die chinesischen Exporte von 65.000 Tonnen im Jahr 2005 auf 30.000 Tonnen im letzten Jahr reduzierten. Für die Weltwirtschaft ist dieser drastische Angebotsrückgang ein ernstes Problem, weil China einen Anteil von 97% an der weltweiten Produktion Seltener Erden hat.

Die Regierungen der westlichen Industriestaaten reagierten auf den chinesischen Lieferrückgang mit einer Beschwerde gegen China bei der Welthandelsorganisation (WTO). Das ist ein ambivalentes Verhalten, denn China hat nur das getan, was die Beschwerdesteller schon seit längerer Zeit vom Land der Mitte gefordert hatten.

Es ist auch interessant zu sehen, wie China zu seiner Monopolstellung im letzten Jahrzehnt kam. Noch im Jahr 2000 stammte die Hälfte der Weltproduktion an Seltenen Erden aus der Mine Mountain Pass in Kalifornien, der Rest kam fast ausschließlich aus Lagerstätten an der Westküste Australiens. Auf Druck der Grünen, die nicht realisierbare Umweltauflagen für die westlichen Produktionsstätten durchsetzten, mussten diese geschlossen werden. Unternehmerische Chinesen ergriffen sofort die sich bietende Chance und begannen spontan mit der Förderung und Aufbereitung Seltener Erden in China, das bis dahin in diesem Bereich keine Rolle gespielt hatte. So kam dieses fernöstliche Land innerhalb weniger Jahre zu einer Monopolstellung, die niemand erwartet oder geplant hatte.

Der Rückgang der chinesischen Exporte hat dazu geführt, dass die westlichen Förderstätten wieder geöffnet werden. Was vor einem Jahrzehnt noch an Umweltbedenken scheiterte, ist nun plötzlich wieder möglich. Im Februar kündigte der Eigentümer von Mountain Pass an, demnächst jeden Tag 2.500 Tonnen Gestein abbauen zu wollen. Es bleibt abzuwarten, ob die Grünen diesmal etwas erlauben werden, was sie vor 10 Jahren noch verhindert haben. Angesichts ihrer opportunistischen Zickzackpolitik in der Vergangenheit ist jeder Irrationalismus möglich, solange er mit der Aura der moralischen Überlegenheit umgeben werden kann.

Mittwoch, 11. April 2012

Kein CO2-Signal in Temperaturdaten

Die globale Erwärmung im letzten Jahrhundert ist nicht menschengemacht, sondern beruht auf natürlichen Fluktuationen, wie zyklisch auftretenden Zirkulationsschwankungen von Meeresströmungen oder den mannigfaltigen Solarzyklen. Das hat eine statistische Auswertung der monatlichen Temperaturdaten von 2249 weltweit verteilten Messstationen über den Zeitraum von 1906-2005 ergeben, siehe: Lüdecke, Horst-Joachim; Link, Rainer und Ewert, Friedrich-Karl, 2011. How natural is the recent centennial warming? An analysis of 2249 surface temperature records. International Journal of Modern Physics C 22: 10.1142/S0129183111016798.

Die Autoren stellen fest: "...the probabilities that the observed temperature series are natural have values roughly between 40% and 90%, depending on the stations characteristics and the periods considered. 'Natural' means that we do not have within a defined confidence interval a definitely positive anthropogenic contribution and, therefore, only a marginal anthropogenic contribution can not be excluded."

Während des hundertjährigen Beobachtungszeitraums zeigte ein Viertel der Stationen fallende Temperaturen, was in sich selbst "is an indication that the observed temperature series are predominantly natural fluctuations", so Lüdecke und seine Mitarbeiter. Die folgende Grafik gibt dafür Beispiele (Quelle: Seite 10, Fig. 4 der obigen Arbeit):



Erläuterung: "The linear regression lines of the records Tucumcari and Pocahonta are for the period 1906 - 2005, of the record Sussex for 1906 - 1955 and of the record Broome Airport for 1955 - 2005".

Die nächste Grafik zeigt die Trendumkehr im Temperaturverlauf des 20. Jahrhunderts, die Ausdruck der damaligen Abkühlung (blaue Linie) ist, die für einige Jahrzehnte die globale Erwärmung (rote Linien) unterbrach. Auch das ist ein Beweis dafür, dass das atmosphärische Kohlendioxid kein Klimatreiber ist, denn während jener Abkühlungsperiode stieg der CO2-Gehalt der Atmosphäre ständig an. Bildquelle: Seite 14, Fig. 8.



Erläuterung: "An own global record evaluated from 581 stations, each in areas with populations of under 1000 ..., with linear regression lines for the interim periods 1901-1934, 1934-1979, and 1979-2010 (black). The record was evaluated by basic averaging and normalizing local records; global record provided by GISS (green)."

Die statistische Analyse von Lüdecke u. a. bestätigt die auf Beobachtung beruhenden Ergebnisse folgender Autoren:

  • Idso, S.B. 1998. CO2-induced global warming: a skeptic's view of potential climate change. Climate Research 10: 69-82.

  • Lindzen, R.S. und Choi, Y.-S. 2009. On the determination of climate feedbacks from ERBE data. Geophysical Research Letters 36: 10.1029/2009GL039628.

  • Lindzen, R.S. und Choi, Y.-S. 2011. On the observational determination of climate sensitivity and its implications. Asia-Pacific Journal of Atmospheric Sciences 47: 377-390.

  • Scafetta, N. 2012. Testing an astronomically based decadal-scale empirical harmonic climate model versus the IPCC (2007) general circulation climate models. Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics: 10.1016/j.jastp.2011.12.005.